Wandern auf Teneriffa: Viel Abwechslung beim Tanz auf dem Vulkan
Vom höchsten Gipfel Spaniens hinab in großartige Schluchten und durch knorrigen Märchenwald – Teneriffa überrascht den Wanderer mit viel Abwechslung.
Von Martina Katz
Santa Cruz de Tenerife – Lässig steigt Dragan auf einen der Vulkansteinbrocken kurz unterhalb des Teide-Gipfels und lehnt sich auf seinen Wanderstock. Aus den Felsnischen links und rechts zischt es. Schwefelschwaden wehen dem 45-jährigen Tinerfeño und seinen Freunden entgegen. Über ihren Köpfen hängen Wolken. Es weht ein eisiger Wind. Dragan schnürt die Kapuze enger um das Gesicht. Er blickt hinunter auf die weite Landschaft voller Lavaformationen, die in den schönsten Brauntönen in der Sonne funkeln, betrachtet die kleinen Menschenpunkte, die in T-Shirts davorstehen oder in den Gondeln der Seilbahn hocken, und ermuntert dann lächelnd seine Wanderfreunde: „Kommt, nur noch ein paar Meter, dann sind wir am höchsten Punkt Spaniens angelangt. Schließlich will ich die Genehmigung für die Besteigung nicht umsonst beantragt haben.“
Höher geht’s nicht mehr
Der Pico del Teide ist mit 3718 Metern die höchste Erhebung Teneriffas, der Kanaren, ja sogar ganz Spaniens, und das Highlight des gleichnamigen Nationalparks. Von den Nordküstenstädten La Orotava, wo prunkvolle Adelspaläste neben der schönsten Barockkirche der Insel schlummern, und Puerto de la Cruz, dem touristischen Zentrum, ist der Teide schnell erreicht.