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"Costa Concordia"-Kapitän scheiterte mit Antrag auf neuen Prozess

Francesco Schettino war wegen der Havarie der "Costa Concordia" 2012 zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Sein Anwalt Saverio Senese argumentierte, sein Mandant könne nicht allein für die Havarie verantwortlich gemacht werden. Das Gericht sieht das anders.

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Schettino war wegen der Havarie zu 16 Jahren Haft verurteilt worden.
© Reuters

Rom – Der zu 16 Jahren Haft verurteilte Kapitän des 2012 havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia", Francesco Schettino, ist mit seinem Antrag auf Neuaufrollung seines Prozesses gescheitert. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg lehnte einen entsprechenden Antrag des Kapitäns ab, berichtete die Tageszeitung La Nazione (Sonntagsausgabe).

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"Der Gerichtshof stellt in Anbetracht aller ihm vorliegenden Elemente fest, dass es bei den bisherigen Prozessen zu keiner offensichtlichen Verletzung der Rechte und Freiheiten gekommen ist", betonte das Straßburger Gericht. Schettinos Anwalt Saverio Senese hatte behauptet, sein Mandant könne nicht allein für die Havarie verantwortlich gemacht werden. Der Prozess gegen Schettino sei zudem von einer heftigen Medienkampagne gegen seinen Mandanten schwer beeinflusst worden.

Schettino wurde 2017 letztinstanzlich zu 16 Jahren Haft verurteilt und sitzt seitdem in Rom im Gefängnis. Das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" hatte im Jänner 2012 vor der Insel Giglio einen Felsen gerammt und war gekentert. 32 der mehr als 4200 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. An Bord befanden sich auch 77 Österreicher, die sich alle retten konnten. Das Oberste Gericht hatte im Mai 2017 mit dem letztinstanzlichen Urteil de facto die Strafe bestätigt, zu welcher der Kapitän bereits 2015 und 2016 verurteilt worden war. (APA)

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