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Streithähne Tuchel und Conte sahen Rot: "Nichts Schlimmes passiert"

Da wurde der Fußball fast zur Nebensache: Beim Spiel zwischen Chelsea und Tottenham artete der anschließende Trainer-Händedruck beinahe in einer Schlägerei aus. Sowohl für Tuchel als auch Conte gab es danach die Rote Karte.

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Nach dem Schlusspfiff kochten die Aggressionen so richtig hoch.
© IMAGO/Javier Garcia/Shutterstock

London – Das Premier-League-Spiel zwischen Chelsea und Tottenham Hotspur war packend – doch so richtig spektakulär wurde es erst nach dem Abpfiff, als die Trainer Thomas Tuchel und Antonio Conte aneinander gerieten. Der abschließende Händedruck wurde zum Kräftemessen und artete beinahe in eine Schlägerei aus. Beide sahen daraufhin die Rote Karte.

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Zweimal ging Chelsea im Londoner Derby beim 2:2 gegen Tottenham in Führung, zweimal konnte Tottenham ausgleichen, das zweite Mal in der 96. Minute durch Harry Kane.

📽 Video | „Aggressive Begegnung zwischen Conte und Tuchel“

"Ich habe gedacht, dass man sich in die Augen schaut, wenn wir uns die Hände schütteln, aber er hatte eine andere Meinung", sagte Tuchel mit leicht zittriger Stimme über den Auslöser des Tumults nach dem Abpfiff bei Sky Sports. Dass beide Rot sahen, sei aber "nicht notwendig" gewesen. "Aber viele Dinge waren heute nicht notwendig. Eine weitere schlechte Entscheidung des Schiedsrichters." Die Trainer waren schon in der 68. Minute nach dem 1:1 ein erstes Mal aneinander geraten und verwarnt worden.

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"Nichts Schlimmes passiert"

Conte wollte die Szene nach Schlusspfiff "nicht kommentieren". Sollte es ein Problem mit dem deutschen Trainer geben, "ist es eines zwischen ihm und mir", betonte der impulsive Italiener, "und niemand anderem". Schon während der Partie waren Tuchel und Conte aneinander geraten und wurden verwarnt. Er habe "kein Problem" mit Conte und würde ihm auch wieder die Hand geben, meinte Tuchel: "Es ging um zwei Männer, zwei Wettbewerber – nichts Schlimmes ist passiert."

Tuchel gab jedoch zu, dass ihn der Spielverlauf und die seiner Meinung nach vielen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter emotional "komplett reingezogen" hätten. Frust schiebe er nur, weil sich sein Team für eine "top, top, top Leistung" nicht mit dem zweiten Sieg im zweiten Ligaspiel belohnt habe. "Ich bin der glücklichste Trainer auf Erden", behauptete der 48-Jährige, "denn wir haben ein fantastisches Spiel gemacht".

Kalidou Koulibaly traf zum 1:0 für Chelsea (19.), Pierre Emile Hojbjerg sorgte für das 1:1 (68.). Als Reece James in der 77. Minute den vermeintlichen Siegtreffer für Chelsea erzielte, hüpfte und sprintete Tuchel jubelnd die Seitenlinie entlang. Doch dann schlug Kane zu. (APA/sda/dpa)


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