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Wieder Erdrutsch auf der Marmolata: Weitere Felsstürze erwartet

Auf der Marmolata in Italien hat sich erneut ein großer Felssturz ereignet. In der Gegend war es am 3. Juli zu einem Gletscherbruch mit elf Todesopfern gekommen.

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Rund 200 Kubikmeter Gestein sollen bei dem neuerlichen Felssturz abgegangen sein. In den kommenden Tagen und Wochen könnten weiter Abbrüche folgen.
© IMAGO/Andrea Solero

Trient – Ein großer Erdrutsch hat sich Dienstagnachmittag am Trentiner Hang der Marmolata ereignet. Die Gesteinsmassen stürzten gegen 17.30 Uhr etwa hundert Meter unterhalb des Gipfels ins Tal. Laut Angaben italienischer Medien handelte es sich um mindestens 200 Kubikmeter Gestein.

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Doch damit kommt das Gebirge nicht zur Ruhe: Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa ist die Gefahr von weiteren Felsstürzen groß, sodass der Durchgang in der unmittelbaren Umgebung per Anordnung verboten ist. Die Ursache für den Felssturz sei schwer zu ermitteln, da es in letzter Zeit keine Temperaturschwankungen gegeben hat, heißt es laut Ansa.

Elf Tote bei Gletscherbruch Anfang Juli

Bei dem Felssturz gab es zum Glück keine Opfer. Die Gesteinsbrocken stürzten an einem auf rund 3000 Meter gelegenen Grat und schwer zugänglichen Gebiet talwärts. Dass Bergsteiger betroffen sind, schlossen die Behörden nach eigenen Angaben aus, weil keine normalweise von ihnen genutzte Wegen betroffen waren.

An dem höchsten Berg der Dolomiten kamen am 3. Juli elf Menschen ums Leben, als an einem rund 300 Meter höher gelegenen Grat ein Stück des Gletschers abbrach und mehrere Bergsteiger unter sich begrub. Acht Menschen wurden damals verletzt. Den Gletscherabbruch führten Experten auf die Folgen des Klimawandels zurück. In dem Gebiet war es zuvor viel wärmer als üblich.

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Der Bürgermeister der Gemeinde Canazei verfügte daraufhin eine Ausweitung der sogenannten roten Zone, die nicht mehr betreten werden darf. Grund seien die mögliche Instabilität einer Felsnische und die Verbreiterung mehrerer Gletscherspalten. (TT.com/APA/dpa)


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