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Trauer um Lebenshilfe-Pionier: Karl Winkler verstorben

Karl Winkler, 1963 Mitgründer der Lebenshilfe Tirol, ist im 84. Lebensjahr verstorben.

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Unermüdlicher Einsatz: Das Wirken von Karl Winkler (r.), hier im Gespräch mit Johannes Obwaller, hat Tirol bewegt.
© Lebenshilfe Tirol/Schafferer

Innsbruck – Bereits am 6. August ist Karl Winkler, Mitbegründer der Lebenshilfe Tirol, verstorben. Der 1939 geborene Sonderschullehrer erkannte früh den Bedarf, Menschen mit Behinderungen zu helfen. Täglich war er mit der Situation konfrontiert, dass Kinder in Heil- und Pflegeanstalten abgeschoben wurden oder nach Abschluss der Sonderschule keine Zukunftsaussichten hatten. Diese Erfahrungen schmerzten den jungen Lehrer so sehr, dass er beschloss, Menschen mit Behinderung nach der Schulpflicht ehrenamtlich weiter zu fördern.

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Am 13. August 1963 gründete Winkler mit dem damaligen Direktor Erich Schaber die Lebenshilfe Tirol, richtete im Keller der Daniel-Sailer-Schule in Innsbruck eine Werkstätte und damit erste Arbeitsmöglichkeiten für 14 Menschen mit Behinderungen ein. Eltern und Freiwillige schlossen sich an. 1970 konnte die Lebenshilfe ihren ersten Wohn- und Arbeitsstandort in Pradl beziehen. In den folgenden Jahrzehnten widmeten sich Winkler und sein Team dem Ausbau von Begleitangeboten für Menschen mit Behinderungen in allen Regionen Tirols und der Stärkung ihrer Rechte. „Sein Einsatz war und ist unermesslich“, würdigt der Präsident der Lebenshilfe Tirol, Peter Heidler, Winklers Engagement, für das dieser – neben vielen anderen Auszeichnungen – 2015 mit dem Ehrenzeichen des Landes gewürdigt wurde. (TT)


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