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Langersehnter Regen: Großfeuer in Spanien und Portugal unter Kontrolle

Mehrere Regionen auf der Iberischen Halbinsel leiden unter einem verheerenden Waldbrand-Jahr. In der Region Valencia konnte nun dank Regenfällen die Ausbreitung eines Großfeuers gestoppt werden. Dramatisch ist die Lage indes in Algerien.

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Mit allen Mitteln versuchen Feuerwehrleute und Bewohner die Feuer einzudämmen. Aber immer wieder gibt es neue Brandherde auf der Iberischen Halbinsel.
© MIGUEL RIOPA

Valencia/Lissabon/Algier – Langersehnte Regenfälle haben die Lage bei den verheerenden Waldbränden in der spanischen Urlaubsregion Valencia am Donnerstag vorerst stabilisiert. Die Ausbreitung der Brände habe gestoppt werden können und vielerorts seien die Flammen sogar erloschen, teilte der Zivilschutz auf Twitter mit. Auch in Portugal wurde ein Großfeuer unter Kontrolle gebracht. Bei Waldbränden im Norden Algeriens sind indes mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen.

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Zwei große Brände in der spanischen Region Bejís im Norden und Vall d'Ebro im Süden der autonomen Gemeinschaft Valencia haben den Angaben zufolge seit Samstag rund 21.000 Hektar Wald- und Buschland vernichtet. Angesichts der abflauenden Waldbrände konnten die ersten von etwa 2000 Evakuierten wieder nach Hause zurückkehren, wie die Zeitung La Vanguardia und der staatliche TV-Sender RTVE berichteten.

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Am Vortag war es in der Region zu einem gefährlichen Zwischenfall mit einem Zug gekommen. Mehrere der insgesamt 49 Passagiere wurden verletzt, als die Flammen wegen einer geänderten Windrichtung den Gleisen zu nahe kamen. Der Zug stoppte und einige Passagiere gerieten in Panik. Sie sprangen auf offener Strecke aus dem Zug, fünf erlitten erhebliche Verbrennungen, wie die Nachrichtenagentur Europa Press meldete. Der Zug kehrte schließlich zur letzten Haltestelle zurück. Das Bahnunternehmen teilte mit, es habe keine Warnung für die Strecke gegeben.

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In Portugal gab es bei einem Waldbrand in Caldas da Rainha rund 80 Kilometer nördlich von Lissabon Entwarnung. Das Feuer habe am frühen Morgen unter Kontrolle gebracht werden können, meldete die staatliche portugiesische Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf den Zivilschutz. Rund 500 Feuerwehrleute seien dort weiter im Einsatz.

24 Tote und Dutzende Verletzte bei Waldbrände in Algerien

Algeriens Innenminister Kamel Beldjoud sagte am Mittwochabend in den Fernsehnachrichten, in der Provinz Al Tarf im Nordosten des Landes seien 24 Menschen gestorben. Zwei weitere Todesopfer habe es in der ebenfalls im Nordosten gelegenen Provinz Sétif gegeben. Dutzende Menschen wurden bei den Bränden durch Flammen oder Rauch verletzt.

Nach Angaben des algerischen Zivilschutzes wüten derzeit in 14 Provinzen des Landes insgesamt 39 Brände, davon allein 16 in Al Tarf. Betroffen ist auch die Stadt Sou Ahras nahe der Grenze zu Tunesien. Fernsehbilder zeigten wie Bewohner dort auf der Flucht vor den Flammen ihre Häuser verlassen mussten. Die Brände wecken Erinnerungen an den Sommer vergangenen Jahres. Damals waren bei den tödlichsten Waldbränden in der jüngeren Geschichte des nordafrikanischen Staates mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen.

Bisher verheerendstes Waldbrand-Jahr für Spanien

Für Spanien ist 2022 das verheerendste Waldbrand-Jahr seit Beginn der Erfassung. Seit Jahresbeginn wurde nach Messungen des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus bei Hunderten von Waldbränden schon eine Fläche größer als 2500 Quadratkilometer vernichtet.

Experten führen die Entwicklung auf den Klimawandel zurück. Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und einzelnen Waldbränden nachzuweisen, ist laut Experten zwar schwierig. Fest steht aber, dass es durch die Aufheizung des Klimas mehr heiße Tage gibt. Hohe Temperaturen, Trockenheit, geringe Luftfeuchtigkeit und Wind erhöhen das Risiko von Waldbränden.

In Südeuropa, dem Norden Eurasiens, in den USA und Australien haben die Wahrscheinlichkeit von Bränden und die verbrannten Flächen wegen des Klimawandels zugenommen. (APA/dpa)

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