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WAC gewann in Molde 1:0, Rapid holt in Vaduz nur glückliches Remis

Der Wolfsberger AC hat in der ersten Partie der Play-Offs gegen Molde vorgelegt und dem Favoriten drei Punkte abgeknöpft. Ganz anders in Vaduz: Dort schaffte es Rapid gegen den Schweizer Zweitligisten nur dank fragwürdiger Entscheidung des Schiedsrichteams zu einem Unentschieden.

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Wolfsberg jubelt auswärts in Norwegen.
© IMAGO/Svein Ove Ekornesvag

Molde – WAC 1:1

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Molde – Der WAC geht mit einer vielversprechenden Ausgangsposition in das Rückspiel um den Einzug in die Fußball-Conference-League. Die Kärntner erkämpften sich im Play-off-Hinspiel beim norwegischen Tabellenführer Molde ein 1:0 (1:0). Tai Baribo brachte die Mannschaft von Trainer Robin Dutt in der 22. Minute gegen den Spielverlauf in Führung. In der folgenden Abwehrschlacht verzweifelte Molde an Torhüter Hendrik Bonmann und der fehlenden Durchschlagskraft.

Das Rückspiel geht kommenden Donnerstag (19.00) in Klagenfurt über die Bühne. Meistert der WAC diese Hürde, steht er zum dritten Mal nach 2019 und 2020 in einer Europacup-Gruppenphase. Ein Millionen-Zubrot von über drei Millionen Euro exklusive Matchtag-Einnahmen wäre damit fix.

WAC-Goalie Bonmann war früh warmgeschossen, die zunächst größte Chance vereitelte aber Raphael Schifferl. Der Verteidiger blockte im Zentrum gerade noch einen Schuss von Ola Brynhildsen (7.). Molde diktierte das Geschehen, nach 20 Minuten stand es 6:0 in Eckbällen, doch die wichtigste Statistik stimmte ab der 22. Minute aus Kärntner Sicht: Nach einem präzisen Bonmann-Ausschuss auf Röcher fand dieser per Flanke den Kopf von Baribo. Das Dutt-Team durfte über den geglückten Nadelstich über drei Stationen jubeln.

An der Spielrichtung am norwegischen Kunstrasen änderte sich nichts: Moldes Offensivabteilung um Spielgestalter Magnus Wolff Eikrem und den pfeilschnellen Stürmer David Fofana stellte die WAC-Defensive vor ärgere Probleme. In der 26. Minute war Fofana enteilt, der 19-jährige Ivorer setzte den Heber über Bonmann aber knapp am Tor vorbei (26.). Einen gefährlichen Ausflug des Keepers besserte Dominik Baumgartner mit seiner Rettungstat per Kopf aus (31.). Beim Kopfball von Sivert Mannsverk war der deutsche Schlussmann aber wieder bestens postiert (36.).

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Nach dem Seitenwechsel verhinderten die Stange und Bonmann den Ausgleich. Fofana fuhr nach Eikrem-Flanke das lange Bein aus, doch nach dem "Gurkerl" für Bonmann landete das Kunstleder an der linken Stange (48.). Kristoffer Haugan vergab den nächsten Hochkaräter mit einem Schuss ins Außennetz (52.). Wolff-Eikrem zwang Bonmann zur nächsten Flugeinlage (55.), musste kurz darauf aber vom Feld.

Moldes Taktgeber hatte sich zuletzt mit Wadenproblemen herumgeschlagen – und fehlte dem vierfachen Meister danach an allen Ecken und Enden. Vor lediglich 4.761 Zuschauern fiel dem an sich leicht favorisiertem Heimteam kaum mehr etwas ein und der WAC nahm den Rückfall für seinen Auswärtssieg dankend an.

Vaduz – Rapid 1:1

Die diesjährige Teilnahme von Rapid an der Fußball-Conference-League entscheidet sich im Play-off-Rückspiel im Allianz Stadion in Wien. Im Hinspiel beim FC Vaduz aus Liechtenstein kam die Feldhofer-Truppe am Donnerstag nur zu einem 1:1 (0:1) und konnte sich mit dem Resultat sogar glücklich schätzen. Denn speziell in der ersten Hälfte gaben die Liechtensteiner klar den Ton an. Der nach der Pause eingewechselte Ferdy Druijf traf für Grün-Weiß in der 53. Minute.

Die Hausherren gingen in der 10. Minute durch Dario Ulrich verdient in Führung. Vaduz hatte das Spiel klar unter Kontrolle, Rapid agierte in der ersten Hälfte viel zu zaghaft und wirkte antriebslos. Ein höherer Rückstand zur Pause hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Wie ausgewechselt präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Ferdinand Feldhofer nach der Pause, nicht nur der Ausgleich von Druijf zeugt davon. Danach hatten beide Teams ihre Offensivaktionen, es blieb jedoch beim Remis.

Vaduz legte einen fulminanten Start hin. Der Vorarlberger Manuel Sutter traf schon nach 49 Sekunden ins Tor, davor gab es jedoch zum Glück aus Sicht der Grün-Weißen eine Abseitsstellung. Anschließend konnte sich Niklas Hedl gegen Nicolas Hasler auszeichnen. Nach einer Kombination über die linke Seite war es allerdings geschehen und der Rapid-Torhüter chancenlos: Ulrich stand in der Mitte goldrichtig, da völlig unbewacht, und brachte die Flanke von Fabio Fehr volley mit rechts im Tor unter.

Rapid hatte zwar mehr Ballbesitz und brachte nach etwa einer Viertelstunde erste Kombinationen zustande, die erwiesen sich jedoch als wenig durchschlagend. Chancen der Hütteldorfer gab es somit keine zu notieren, während auf der Gegenseite Fehr (29.) knapp am Tor vorbeischoss und Sutter (40.) von seinem Sturmpartner Franklin Sasere mehr oder weniger angeschossen wurde. Riesenglück hatte Rapid dann kurz vor der Pause, als ein Sutter-Schuss nach einem Hedl-Ausflug von der Latte wahrscheinlich hinter der Torlinie herunterfiel. Das Schiedsrichter-Team gab jedenfalls keinen Treffer - VAR-Unterstützung gibt es in dieser Phase keine.

Feldhofer brachte mit dem Seitenwechsel Druijf, Yusuf Demir und Jonas Auer für Marco Grüll, Ante Bajic und Martin Koscelnik ins Spiel. Und die Wechsel machten sich bezahlt: Nach Vorlage des dribbelstarken Demir zog Druijf ansatzlos aus fast 20 Metern ins lange Eck ab. Wie schon gegen Neftci Baku glückte dem lange verletzt gewesenen Niederländer nach seiner Einwechselung damit ein wichtiges Tor. Vor einer Woche hatte er in der Verlängerung zum 2:0-Endstand getroffen.

Ein Hecht-Kopfball von Sutter (61.) zeigte, dass mit Vaduz allerdings weiter zu rechnen war. Nach einem Eckball in der 65. Minute trafen die Roten erneut – allerdings gab es wieder keine Anerkennung, da der passiv im Abseits befindliche Sutter Hedl die Sicht verstellt haben soll. Rapid hatte nun leichtes Übergewicht – allein der ballsichere Demir probierte es zweimal mit Schüssen – ließ aber hinten immer wieder Gefahrenmomente zu. So musste Rapid bis zum Ende zittern. (APA)


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