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Xi und Putin wollen am G20-Gipfel in Indonesien teilnehmen

Die Teilnahme des russischen Präsidenten ist umstritten. Indonesien hat auch den ukrainischen Staatschef Selenskyj eingeladen. Präsident Widodo will vermitteln.

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Wladimir Putin wird im November zum Gipfel nach Indonesien reisen.
© IMAGO/Mikhail Klimentyev

Moskau/Peking/Jakarta – Russlands Präsident Wladimir Putin und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping werden im November am G20-Gipfel auf Bali teilnehmen. Der gastgebende indonesische Präsident Joko Widodo sagte gegenüber Bloomberg News am Donnerstag: "Xi Jinping wird kommen. Präsident Putin hat mir auch gesagt, dass er kommen wird." Bestätigungen für die Reisepläne erhielt Bloomberg allerdings zunächst weder von offizieller russischer noch von chinesischer Seite.

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Indonesien hält den Vorsitz der Gruppe der 20 größten Industrie- und Schwellenländer. Präsident Joko Widodo sah sich dem Druck westlicher Länder ausgesetzt, seine Einladung an Putin wegen der russischen Invasion in die Ukraine zurückzuziehen. Mehrere Staaten haben ihre Teilnahme infrage gestellt, sollte Putin persönlich erscheinen.

Indonesien hat auch den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Zelenskyj eingeladen. Widodo versucht, zwischen den kriegführenden Ländern zu vermitteln und traf sich mit den Präsidenten der Ukraine und Russlands. Diese Woche sagte Widodo, beide Länder hätten Indonesien als "Brücke des Friedens" akzeptiert.

Spannungen zwischen China und USA

Auch zwischen den USA und China hatten sich die Spannungen zuletzt noch einmal durch den Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan verschärft. Es war der ranghöchste Besuch aus den USA seit einem Vierteljahrhundert. Kurz darauf reiste eine weitere Delegation des US-Kongresses nach Taipeh. Peking sprach von "Provokationen". Als Reaktion nahm Peking großangelegte Manöver um die demokratische Inselrepublik auf. Peking droht mit einer Einnahme der 23 Millionen Einwohner zählenden Insel.

Widodo sagte in dem Bloomberg-Interview weiter, die Rivalität der großen Länder sei in der Tat besorgniserregend. "Wir wollen, dass diese Region stabil und friedlich ist, damit wir ein Wirtschaftswachstum aufbauen können. Und ich denke, nicht nur Indonesien: Auch die asiatischen Länder wollen das gleiche." Indonesien strebe nach Handel und Investitionen, die das Wirtschaftswachstum ankurbelten, sagte Widodo und fügte hinzu, dass das Land nicht einem bestimmten Block beitreten wolle. "Indonesien möchte mit allen befreundet sein", sagte er. "Wir haben keine Probleme mit irgendeinem Land." (APA/Reuters)


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