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Am Spielberg will der Teufel regieren: Fabio Quartararo jagt die Ducatis

Beim Gastspiel der Königsklasse auf zwei Rädern in der Obersteiermark will Weltmeister Fabio „El Diablo“ Quartararo (Yamaha) die Ducatis stoppen.

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Fabio Quatararo führt auch heuer die WM-Wertung an.
© IMAGO/Graham Holt

Von Daniel Suckert

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Spielberg – Er verkörpert die Art von MotoGP-Piloten, den man dieser Tage so händeringend sucht: schnell, temperamentvoll und charismatisch. Die Rede ist von Weltmeister Fabio Quartararo. Der Yamaha-Superstar führt, nach anfänglichen Schwierigkeiten, auch heuer wieder die WM-Wertung an. Am Spielberg wird sich der Franzose aber strecken müssen. Francesco Bagnaia (Ducati) hat auf die Überholspur gesetzt und will den dritten Sieg en suite. Ab heute (alles auf Servus TV) beginnt die Zeitenjagd.

Lob des Außerirdischen: Dass Quartararo erneut von der WM-Spitze lächeln darf, dafür gibt es für den achtfachen Champion Marc Márquez nur einen Grund – Quartararo selbst: „Es liegt an seinem Können. Ganz ehrlich, Fabio braucht Hilfe von Yamaha. Wenn er an der Spitze steht, ist er aktuell der stärkste und schnellste Fahrer im Feld. Wenn er von hinten kommt, fehlt ihm die Geschwindigkeit auf den Geraden.“

Márquez ist aktuell der große Name, der fehlt. Der Spanier ist aber als Zaungast dabei, um seinem in der Krise steckenden Rennstall Honda zu helfen. Ein Unwetter sorgte gestern in Spielberg für einen kurzen Stromausfall bei seiner Pressekonferenz. Márquez nahm es mit Humor: „Wir sind eh sicher, oder?“ Einige Zelte wurden durch die Sturmböen aber zerstört.

Wann der Außerirdische selbst wieder auf dem Bike Platz nehmen wird, steht noch nicht fest. Vier Operationen am Oberarm fordern eine längere Pause: „Das Gefühl ist recht gut, immerhin wurde dieser Arm schon viermal operiert“, erklärte die Nummer 93 im Fahrerfeld und ergänzte: „Meine Intention ist ganz klar, in diesem Jahr noch ein Rennen zu fahren. Nächste Woche weiß ich mehr. Aber: Ich werde dann zurückkommen, wenn ich mich bereit fühle.“

Ducatis große Liebe: Für „MM“ sind natürlich die Ducatis, vor allem mit Francesco Bagnaia (ITA), die großen Mit-Favoriten auf den Spielberg-Triumph. Seit 2016 fährt die Königsklasse auf zwei Rädern wieder in der Steiermark – sechs Siege bei acht Rennen (2020 und 2021 waren insgesamt je vier Rennen) gingen an den Traditionsrennstall vom italienischen Stiefel. Die „Power“ der Desmosedici bleibt am Red-Bull-Ring stets ein starkes Sieges-Argument.

Bagnaia, der zuletzt in Deutschland und den Niederlanden triumphierte, könnte in Spielberg seinen dritten Erfolg en suite einsammeln. Und die Auftritte in Österreich und Misano (4. September) gehören zu seinen liebsten, obwohl er in der Obersteiermark noch nie gewinnen konnte: „Wir müssen zunächst herausfinden, wie es sich mit der neuen Schikane verhält. Aber Österreich hat uns immer gut gelegen. Ich bin bereit für den Auftritt.“ Im Vorjahr landete Bagnaia nur auf Rang elf.

Die magische 200.000er-Marke: Was den Zuschauerstrom in der Steiermark betrifft, rechnet man mit 170.000 Benzinbrüdern – hofft aber zugleich darauf, die 200.000er-Marke erneut zu knacken. An die aktuell „boomende“ Formel 1 (303.000) kommt man zwar nicht ran, verstecken muss man sich auf keinen Fall. Das MotoGP-Gastspiel wird das zweitgrößte Sport-Event des Jahres hierzulande sein. Es ist der erste Österreich-GP ohne Legende Valentino Rossi. Der neunfache Weltmeister zog vor der heurigen Saison den Stecker und verabschiedete sich in die verdiente PS-Pension.


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