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Weniger Menschen lange ohne Job: Ministerium lobt Aktion „Sprungbrett“

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist so niedrig wie zuletzt vor acht Jahren. Das Arbeitsministerium führt das auf die Aktion „Sprungbrett“ zurück.

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In Tirol ging die Langzeitarbeitslosigkeit signifikant zurück.
© Rita Falk

Wien, Innsbruck – Am Höhepunkt, im April des Vorjahres, waren es 148.436 Menschen, die länger als ein Jahr keine Arbeit hatten. Ende Juli 2022 waren es mit 84.208 Personen um 64.228 weniger. Damit ist die Langzeitarbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand seit acht Jahren, wie das Arbeitsministerium gestern informierte. Zurückzuführen sei diese Entwicklung auf die Aktion „Sprungbrett“, sagte Minister Martin Kocher (ÖVP). Über dieses Programm werden Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose gefördert. Unterstützung gibt es dabei in Form von Kombilohnbeihilfen sowie der Integration in gemeinnützige Beschäftigungsprojekte und sozialökonomische Betriebe. „Die Langzeitarbeitslosigkeit ist erfahrungsgemäß jener Teil der Arbeitslosigkeit, der sich besonders verfestigt und der daher besonders schwer zu bekämpfen ist“, erklärte Kocher. Es sei daher umso erfreulicher, dass es gelungen ist, die Langzeitarbeitslosigkeit zu reduzieren. „Wir haben damit unser ursprüngliches Ziel, die Langzeitarbeitslosigkeit von ihrem Höchststand im April 2021 bis Ende 2022 um 50.000 Personen zu senken, bereits jetzt übertroffen“, so Kocher.

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Etwa 35 Prozent der geförderten Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren über 50 Jahre alt und 30 Prozent wiesen gesundheitliche Einschränkungen auf. 42 Prozent dieser Personen waren zuvor zwei Jahre lang arbeitslos. Bis Ende Juli 2022 wurden insgesamt 267,4 Mio. Euro im Rahmen dieses Programms ausgeschüttet. „Die TeilnehmerInnen-Struktur zeigt, dass gerade benachteiligte Gruppen am Arbeitsmarkt gut erreicht werden und von den zur Verfügung stehenden Förderungen profitieren“, sagt Kocher.

In Tirol sank die Langzeitarbeitslosigkeit ebenfalls signifikant, wie Daten des Arbeitsmarktservice (AMS) zeigen. So war im Jahresvergleich ein Rückgang um 57,4 Prozent auf 1046 Personen im Juli zu verzeichnen. Insgesamt war die Arbeitslosenquote hierzulande mit 2,7 Prozent die niedrigste in Österreich. Am Arbeitsmarkt zeigt sich aktuell eine starke Dynamik. In weiten Teilen des Arbeitsmarktes gibt es hohe Beschäftigungsquoten bei verhältnismäßig geringer Arbeitslosigkeit und vielen offenen Stellen. Thema Nummer eins am Arbeitsmarkt sei der Personalmangel quer durch alle Branchen, sagte Sabine Platzer-Werlberger, stellvertretende Chefin des AMS Tirol. Um das in den Griff zu bekommen, brauche es unter anderem Gleichstellungspolitik und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. (ah)

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