Niederösterreich

Polizeihunde nach Joggingrunde im Weinviertel verendet

Die Tiere sollen Maulkörbe getragen haben. (Symbolfoto)
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Vier Hunde sind nach einer Joggingrunde eines Diensthundeführers im Wald verendet. Zwei davon waren Polizeihunde. Nun wird wegen des Verdachts der Tierquälerei gegen unbekannt ermittelt.

St. Pölten – Im Weinviertel sind zwei Polizeihunde und zwei weitere Vierbeiner verendet. Sie waren zuvor mit einem Diensthundeführer der Landespolizeidirektion Niederösterreich auf einer Joggingrunde, bestätigte Chefinspektor Johann Baumschlager auf Anfrage einen Kurier-Bericht (Dienstag-Ausgabe). Ermittlungen laufen. Die Tiere wurden zur Obduktion auf die Veterinärmedizinische Universität Wien gebracht.

Der Vorfall datiert vom Dienstag vergangener Woche. Den Ermittlungen zufolge war der als erfahren beschriebene Diensthundeführer zu Mittag in seiner Freizeit in einem Waldgebiet joggen – dabei sein belgischen Schäfer, der Malinois-Diensthund einer Kollegin sowie zwei private Vierbeiner. Die Tiere trugen Baumschlager zufolge Maulkörbe.

Vier Hunde sterben noch auf Heimfahrt

Einer der Hunde habe Erschöpfungszustände gezeigt, weshalb der Beamte den Lauf abgebrochen und nach Hause gefahren sei. Noch auf dem Heimweg seien alle Tiere – drei Malinois und ein Deutscher Schäferhund – im Fahrzeug des Mannes verendet.

Der Beamte habe den Vorfall sofort gemeldet. Das Landeskriminalamt Niederösterreich ermittelt, u.a. ist die Tatortgruppe an der Laufstrecke im Einsatz gewesen. Die Ergebnisse aus der Vetmeduni werden Baumschlager zufolge in der kommenden Woche erwartet. Sollten sich Hinweise auf Vergiftung ergeben, seien weitere Untersuchungen an einem Veterinärmedizinischen Institut in München angedacht.

Verdacht der Tierquälerei

Der Diensthundeführer wird derzeit zu keinen Einsätzen herangezogen. Es handle sich dabei jedoch nicht um eine disziplinäre Maßnahme, betonte Baumschlager. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg habe Ermittlungen wegen des Verdachts der Tierquälerei gegen unbekannt aufgenommen. (APA)