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UNO will „ungehinderten Zugang" zum Atomkraftwerk Saporischschja

Einer Experten-Mission von ukrainischem Gebiet aus zum russisch besetzten Kernkraftwerk fehlen laut UNO bisher die notwendigen Sicherheitsgarantien der Kriegsparteien.

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Das umkämpfte Kernkraftwerk Saporischschja.
© IMAGO/SNA

Kiew (Kyjiw), Moskau, New York – Die Vereinten Nationen haben von Russland und der Ukraine erneut Grünes Licht für eine Experten-Mission zum umkämpften Kernkraftwerk Saporischschja angemahnt. Zuvor hatte der Kreml der UNO erneut die Blockade einer Experten-Mission vorgeworfen. Nach eigenen Angaben leitete Moskau unterdessen Aufnahmen zum angeblichen ukrainischen Beschuss des Atomkraftwerks an die wichtigsten UNO-Gremien weiter. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des AKW vor.

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Die Ukraine wies erneut energisch jeden Vorwurf Russlands zurück, ihr eigenes Atomkraftwerk anzugreifen. "Niemand, der wenigstens halbwegs bei Sinnen ist, kann sich vorstellen, dass die Ukraine ein Kernkraftwerk angreifen würde, bei dem ein enormes Risiko einer nuklearen Katastrophe besteht und das auf ihrem eigenen Territorium liegt", sagte der ukrainische UNO-Botschafter Serhij Kyslyzja am Dienstag bei einem Treffen des UNO-Sicherheitsrates in New York. Russland mache die Frage nach atomarer Sicherheit zu einer "Farce, einem Zirkus".

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Russland bleibt weiterhin bei seiner Version. "Wir haben eine ganze Reihe solcher fotografischer Beweise, die heute Morgen als offizielles Dokument innerhalb dieses Sicherheitsrates und der Generalversammlung verbreitet wurden", sagte der russische UNO-Botschafter Wassili Nebensja bei der Sitzung in New York. "Wir fordern die Parteien erneut auf, der Mission (der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA) sofortigen, sicheren und ungehinderten Zugang zum Standort zu gewähren", meinte die UNO-Beauftragte für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, bei der Sicherheitsratssitzung. Einer Experten-Mission von ukrainischem Gebiet aus zum russisch besetzten Kernkraftwerk fehlen laut UNO bisher die notwendigen Sicherheitsgarantien der Kriegsparteien.

Vorbereitungen für eine solche Mission von ukrainischem Gebiet zum russisch besetztem AKW dauerten an, Kiew und Moskau müssten dieser zustimmen, so DiCarlo weiter. Die von allen Seiten im Prinzip unterstützte IAEA-Mission scheitert bisher an der Streitfrage, ob die Experten über russisch kontrolliertes Territorium oder - was völkerrechtlich korrekt wäre - ukrainisches Gebiet anreisen. (APA/dpa)

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