Balsam für die Seele und den Mozzarella: Streit um „Aceto Balsamico“
Da haben wir den Salat: Slowenien fordert, dass jedes Gemisch aus Weinessig und Traubenmostkonzentrat „Aceto Balsamico“ heißen darf. Das stößt Italienern sauer auf. Doch ist der Essig aus der Provinz Modena wirklich überlegen? Zwei Innsbrucker Essigexperten klären auf.
Von Judith Sam
Miraculix, der zaubertrankbrauende Druide der Asterix-Comics, hätte im Fachhandel vomFass am Marktgraben Innsbruck seine helle Freude. Die Wände sind gesäumt von bauchigen Flaschen samt bunten Tränken. Kunden aus Vorarlberg stehen gerade hingerissen vor beigem Melonenlikör, gelber Crema di Maracuja und nippen an einer braunen Flüssigkeit, die samtige Schlieren über das Glas zieht. Ein kulinarisches Farbenspiel. Bei dem dunklen Getränk handelt es sich allerdings nicht um Likör, sondern Balsamico-Essig. „Der wird oft gehandelt wie Wein“, schildert Filial-Inhaber Robert Winkler. Ein Beispiel dafür ist sein Balsamico di Modena, der 124,50 Euro kostet. Für hundert Milliliter, wohlgemerkt.
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