Krieg in Ukraine

SOS-Kinderdorf ermöglichte ukrainischen Kindern Urlaub

Beim Mal- und Bastelworkshop konnten die Kinder kreativ sein. Ein besonders beliebtes Motiv war dabei die ukrainische Flagge als Symbol für ein friedvolles Miteinander.
© SOS Kinderdorf/Riley

Caldonazzo, Imst, Innsbruck – Das erste Mal schwimmen im See, das erste Mal im Zelt übernachten, das erste Mal das Dolce Vita von Italien erleben. Zwei ukrainische Gruppen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 18 Jahren verbrachten einen abenteuerlichen Urlaub mitten im SOS-Kinderdorf-Sommercamp in Caldonazzo.

Für die mehr als 70 ukrainischen Kids, die seit einem halben Jahr im SOS-Kinderdorf in Imst und in der Hermann-Gmeiner-Akademie in Egerdach leben (insgesamt hat SOS-Kinderdorf in Tirol rund 100 Kinder untergebracht), war es der allererste Urlaub überhaupt. „Die Kinder denken, der Caldonazzosee sei das Meer. Sie sagen jeden Morgen zu mir, dass sie im Meer schwimmen gehen wollen“, erzählt die ukrainische Pädagogin Swetlana Stankowa mit einem Lächeln.

Am Vormittag konnten die Kinder ihrer Kreativität beim Mal- und Bastelworkshop freien Lauf lassen. Auch für Bewegung und Action war gesorgt: von Kanufahren, Stand-up-Paddling, Radfahren am See, Fußball- oder Federballspielen bis hin zur Disco am Abend.

Jedes Jahr kommen bis zu 1000 Kinder und Jugendliche aus SOS-Kinderdörfern aus ganz Europa ins Sommercamp am Caldonazzosee, das es seit 1953 gibt. Meist sind 500 bis 600 Kinder gleichzeitig im Camp. Zwei Gruppen sind heuer direkt aus der Ukraine – aus Uman und Irpin – angereist. Auch sie konnten sich zehn Tage erholen. (TT)

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Alexander Paschinger

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