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Nach holprigem Start setzen die Schwazer Handballer auf den Heimvorteil

Verjüngt und umso motivierter will Sparkasse Schwaz Handball Tirol ins obere Play-off einziehen. Am Samstag (18.00 Uhr) wartet der HC Hard.

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Zum Auftakt in Linz lief Schwaz noch hinterher, im ersten Heimspiel gegen Hard wollen Spendier (weiß, u.) und Medic (o.) den Spieß umdrehen.
© gepa

Von Benjamin Kiechl

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Schwaz – Gut gekaut ist halb verdaut. Und dennoch liegt den Schwazer Handballern die bittere 21:32-Niederlage zum HLA-Saisonstart am vergangenen Freitag in Linz noch immer im Magen. „Das darf uns nicht passieren, die Niederlage in dieser Höhe tat weh“, sagte Trainer Klaus Hagleitner und versprach ein anderes Auftreten.

Bei der offiziellen Saisonstart-Pressekonferenz waren die Adler gestern bemüht, Optimismus auszustrahlen. Man werde in der Liga bald Tritt fassen. „Das ist ein Prozess und braucht Zeit. Wir haben einige junge Spieler, die wir ins Team integrieren müssen“, erzählte Kapitän Alexander Wanitschek, der mit 32 Jahren bereits zu den „Oldies“ gehört. Nach den Abgängen von Spielertrainer Gerald Zeiner und Richard Wöss setzt man in der Knappenstadt auf Eigenbauspieler.

Krems bezwang Bregenz in HLA-Spitzenspiel

Handball-Meister UHK Krems hat Bregenz im HLA-Spitzenspiel am Freitagabend auswärts mit 28:27 (15:14) niedergerungen. Die Wachauer revanchierten sich damit auch für die Niederlage gegen den Cupsieger aus Vorarlberg im Supercup vor zwei Wochen vor heimischer Kulisse. Bester Werfer war der Bregenzer Matic Kotar mit zehn Toren, bei den Kremsern kam Marko Simek auf acht Treffer.

Hagleitner verspricht den Neuen genügend Einsatzzeiten. Im ersten Heimspiel am Samstag (18 Uhr/Osthalle) gegen Vizemeister HC Hard dürfen sich Lukas Prader, Felix Kristen und Emanuel Petrusic beweisen. Letzterer gab gegen Linz nach einer Kreuzbandverletzung sein Comeback und zählt zu den Zukunftsaktien. „Es macht Spaß, wieder im Team zu sein und mehr Einsatzzeiten zu bekommen!“ Gegen Hard wird auch Abwehrchef Balthasar Huber nach Ablauf der Sperre aus der Vorsaison dabei sein. Einzig Johannes Demmerer fällt nach einer Muskelverletzung bis Anfang Oktober aus. „Wir sind bei diesem Duell zwischen David und Goliath sicher nicht der Favorit, aber mit den Heimfans im Rücken ist eine Überraschung möglich. Es zählt für mich derzeit nicht nur das Ergebnis, sondern auch, dass wir uns im Spiel weiterentwickeln. Das lässt sich nicht immer am Resultat ablesen“, führte Trainer Hagleitner aus.

Startklar (v. l.): Trainer Klaus Hagleitner, Bernhard Plattner (Sparkasse), Alex Wanitschek, Klaus Hauser (Obmann) und Emanuel Petrusic.
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Für Thomas Lintner, den Sportlichen Leiter von Handball Tirol, sei Hagleitner genau der richtige Mann an vorderster Front. „Klaus kennt die jungen Spieler von seiner erfolgreichen Zeit in Innsbruck und hat ein gutes Gespür. Ziel muss sein, die Jungen auf das Niveau der Routiniers zu bringen.“

Trotz Dämpfer im ersten Spiel wolle man geduldig sein und habe Vertrauen, dass es stetig bergauf geht. Das Ziel oberes Play-off (Top 8) bleibt beim Cup-Finalisten 2022 hoch gesteckt. Dafür wird es notwendig sein, dass die Führungsspieler wie Petar Medic und Sebastian Spendier ihr Leistungsvermögen ausreizen. Hagleitner. „Bei beiden sehe ich noch Potenzial nach oben!“

🟢 HLA Challenge: Am Wochenende startet auch die zweite Liga in die Saison. Tirol ist mit zwei Teams stark vertreten. Medalp Innsbruck empfängt am Sonntag (16 Uhr/Hötting West) das Bregenz Future Team, während Schwaz II bereits am Samstag (18 Uhr) bei den Spiders Wels gastiert. Innsbruck musste ja einige Spieler zur HLA-Mannschaft ziehen lassen. Trainer Dragoljub Perovic will den Kader jedoch dank Doppelspielberechtigung für einige Akteure auffüllen und ins obere Play-off einziehen. Besonders jung präsentiert sich das Schwazer Future Team, das zum größten Teil aus den U16-Spielern der Vorsaison besteht.


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