Bezirk Schwaz

Öffis sollen attraktiver werden: Schwaz setzt bei Bus und Rad auf Strom

Thomas Kreidl, BM Victoria Weber, GR Hermann Weratschnig und Elisabeth Frontull (v. l.) bauen auf nachhaltigen Verkehr.
© Fankhauser

Mit kürzeren Takten, neuen Haltestellen und besseren Verbindungen will Schwaz das Öffi-Netz attraktivieren.

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Die Stadtgemeinde will künftig für den Nahverkehr auf die Überholspur wechseln. Derzeit verkehren auf elf Linien acht Busse. Im Zuge der Neuausschreibung des Verkehrsverbunds Tirol (VVT) will die Stadt in Zusammenarbeit mit einer Planungsfirma ganz genau hinschauen und dort adaptieren, wo der Bedarf gesehen wird.

„Das Busnetz wird dabei gedanklich auf null gesetzt. Wir wollen prüfen, wo Bedarf ist und wohin wir uns entwickeln können und sollen“, erklärt BM Victoria Weber. Das Nahverkehrsnetz soll attraktiver werden, damit mehr Schwazer umsteigen und das Auto stehen lassen. „Gerade auf kurzen Wegen im innerstädtischen Bereich wäre das ganz wichtig“, sagt sie. Ein wesentlicher Punkt sei dafür die Taktung. Die soll auf stark frequentierten Routen im Kerngebiet auf einen 15-Minuten-Takt erhöht werden. „Wir wollen auch die Randzeiten ausbauen, gerade was Abendstunden, Wochenende und Feiertage angeht“, sagt Weber. Schwaz habe sich in vielen Stadtteilen stark entwickelt, daher müsse man evaluieren, wo es auch neue Haltestellen brauche.

Allzu schnell werden die Neuerungen aber nicht kommen. „Insgesamt wird das sicher drei Jahre in Anspruch nehmen. Im Zuge dessen soll auch die Umstellung auf Elektro-Busse erfolgen“, sagt BM Weber. Weiters sind bauliche Maßnahmen geplant, um den Komfort an den Haltestellen zu erhöhen. „An acht Stellen wollen wir von Aufstandsflächen für Barrierefreiheit bis zu Windfängen und Überdachungen modernisieren“, sagt GR Hermann Weratschnig.

Befeuert soll auch der Umstieg aufs Rad werden. Als Antrieb gibt’s im Herbst eine Kooperation mit dem TVB Silberregion Karwendel. Während bisher nur die Gäste vergünstigt ein E-Bike ausleihen konnten, gilt das die nächsten Wochen auch für Einheimische. „Man kann das E-Bike direkt bei unserem Partner Probike in Schwaz ausleihen und erhält eine Ermäßigung von 50 %“, sagt TVB-Chefin Elisabeth Frontull. Es ist ein Pilotprojekt, das nächstes Jahr auf alle Gemeinden der Tourismusregion ausgeweitet werden könne.

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