Luftverkehr

Eurowings-Pilotenstreik: Am Dienstag fallen 14 Flüge in Wien aus

Schlange vor dem Eurowings Check-In-Schalter am Flughafen in Düsseldorf am Montag.
© APA/dpa/Roberto Pfeil

Piloten der deutschen Fluggesellschaft Eurowings sind in der Nacht auf Montag in einen dreitägigen Streik getreten. Von dem Streik sind auch Eurowings-Verbindungen zwischen Deutschland und Wien betroffen.

Köln, Wien – Der Streik der Eurowings-Piloten geht weiter und auch die Fluggäste in Wien sind davon betroffen. Nachdem am Montag 18 Flüge ausgefallen sind, werden am Dienstag weitere 14 Flüge nicht durchgeführt, teilte der Flughafen am Montagnachmittag mit. Betroffen sind die Destinationen Düsseldorf, Hamburg, Köln und Stuttgart. Aber immerhin kommen jeweils eine Rotation (Ankunft und Abflug) nach Düsseldorf und Köln doch zustande. Der Flughafen Wien empfahl Reisenden, sich bei der Airline oder dem Reiseveranstalter über den Status des gebuchten Fluges zu informieren.

Eurowings bat Kunden, sich über den Status ihres Fluges auf der Webseite oder über die Eurowings-App zu informieren. Den Passagieren sollten andere Reisemöglichkeiten – etwa der Umstieg auf die Bahn oder die Umbuchung auf einen anderen Flug –angeboten werden.

Vorerst keine Annäherung im Tarifkonflikt

Der Streik war für drei Tage von Montag bis Mittwoch ausgerufen. Es zeichnete sich vorerst auch keine Annäherung im Tarifkonflikt ab. Die Billigflugtochter der Lufthansa und die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) gaben sich jeweils die Schuld am Arbeitskampf. Der Streik traf allein am Montag etwa 25.000 Passagiere und legte den Flugbetrieb der Airline zur Hälfte lahm. An den Airports Düsseldorf, Köln, Hamburg, Berlin und Stuttgart strich die Fluggesellschaft zahlreiche Verbindungen.

Insgesamt fielen laut Eurowings rund 240 von 488 Flügen aus. Hinter den Kulissen suchen beide Seiten Verhandlungskreisen zufolge nach Lösungen. Allerdings bekräftigte Eurowings-Manager Kai Duve, dass es vorerst kein neues Angebot geben werde. Die Gewerkschaft VC hingegen pocht auf eine verbesserte Offerte.

Die Piloten hatten bereits am 6. Oktober den Flugbetrieb der Eurowings in einer ersten Welle bestreikt und rund die Hälfte der geplanten Flüge ausfallen lassen.
© REUTERS/Wolfgang Rattay

„Sollte das Management auf uns zukommen, ist es natürlich möglich, auch Arbeitskampfmaßnahmen zu verkürzen“, sagte VC-Sprecher Matthias Baier. Auch weitere Arbeitskampfmaßnahmen seien dann wahrscheinlich nicht erforderlich. Das werde sich aber erst zeigen, „wenn ein neues Angebot vorliegt.“ Die Gewerkschaft hat zum Arbeitskampf von Montag 00.00 Uhr bis Mittwoch 23.59 Uhr aufgerufen. Die VC hatte das Eurowings-Angebot als nicht verhandlungsfähig bezeichnet. Sie fordert längere Ruhezeiten und kürzere Einsätze, weil das Cockpit-Personal überlastet sei.

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Eurowings-Geschäftsführer Duve bekräftigte seine jüngste Kritik. Wenn die Gewerkschaft weiter streike, „gefährdet sie damit auch substanziell die Zukunft der Eurowings Deutschland und im Zweifel auch Arbeitsplätze – und zwar nicht nur im Cockpit, sondern auch in der Kabine und auch am Boden“. Man prüfe routinemäßig rechtliche Schritte, sagte Duve am Flughafen Köln/Bonn. Hierzu erklärte VC-Sprecher Baier, man siehe dies recht gelassen. „Wir haben unser Gutachten erstellt und wir wissen, dass dieser Streik verhältnismäßig ist.“

Für Dienstag und Mittwoch rechnet Eurowings damit, dass ebenfalls rund die Hälfte des normalen Flugprogramms ausfällt. Die Eurowings-Piloten hatten bereits Anfang Oktober die Arbeit für einen Tag niedergelegt. Die Airline musste rund 250 Flüge absagen – etwa 30.000 Passagiere waren betroffen. (APA/dpa)

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