Drei Preise vergeben: Ausgezeichnete Tiroler Jazz-Musiker prämiert
Zum neunten Mal sind am vergangenen Dienstag die TonArtTirol Jazz-Preise vergeben worden. Die diesjährigen Preisträger heißen Alois Eberl und Max Glanz – das Elektropop-Duo Coco Woolf durfte sich über einen Sonderpreis freuen.
Innsbruck – Einmal mehr sind am Dienstagabend in Innsbruck die TonArtTirol (TAT) Jazz-Preise verliehen worden. Der mit 3500 Euro dotierte Hauptpreis der Stadt Innsbruck ging heuer an den versierten Kitzbüheler Musiker Alois Eberl (36). Als Posaunist, Akkordeonist und Komponist stand der 36-Jährige seit seiner Kindheit auf vielen, auch internationalen Bühnen und weist zahlreiche Kollaborationen, etwa mit James Morrison oder Ray Anderson, in seiner musikalischen Vita auf.
Den von der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) gestifteten Nachwuchspreis (1500 Euro) für Talente unter 25 Jahren erhielt der Saxophonist Max Glanz. Der Jungmusiker wuchs in Innsbruck und Zirl auf, studierte im Konzertfach Jazz sowohl in Linz als auch in Graz und ist seit seiner Schulzeit Mitglied verschiedener Formationen und Bands, wie etwa der progressiven Jazz-Gruppe Origina1Nerd. Das Quintett debütierte in diesem Jahr sehr erfolgreich mit dem Album „Unknown Error".
Außerdem wurde die Veröffentlichung des Jahres ausgezeichnet – dieser mit 1000 Euro dotierte Sonderpreis, ebenfalls gestiftet von der Stadt Innsbruck, ging an das Elektropop-Duo Coco Woolf für ihr Album „Gravity“. Hinter dem Projekt stehen die Weerberger Singer-Songwriterin Heidi Erler und die britische Produzentin und Multiinstrumentalistin Isobel Cope. Auf der Platte paart sich moderner Sound mit griffigen Hooklines, die sich schnell im Ohr festsetzen.
Die TAT Jazzpreise sind auch in diesem Jahr in der BTV Tonhalle in Innsbruck vergeben worden. Rund 50 Gäste wohnten der Zeremonie bei, darunter auch Kulturstadträtin Uschi Schwarzl. Im Anschluss an die Verleihungen durften sich die Besucher:innen vom Können der Preisträger:innen live überzeugen.
📸 Bilder der Verleihung gibt es hier in der Galerie zu sehen:
Seit nunmehr neun Jahren prämiert der Verein TonArtTirol (TAT) herausragende künstlerische Leistungen der heimischen Jazz-Szene. Mit der Vereinsgründung im Jahr 2012 hat es sich TAT zur Aufgabe gemacht, der hiesigen Jazzszene wieder mehr Aufschwung zu verleihen und sowohl das Genre selbst als auch improvisierte Musik zu fördern. Die jährlichen Jazzpreise tragen einen Teil dazu bei, darüber hinaus finden regelmäßig musikalische Projekte oder auch Konzert-Reihen statt. An den Plänen für das kommende Jahr werde bereits getüftelt, verriet Vorstandsmitglied Christoph Pfister der TT. (tst)