Schweizer Mundart: Trauffers“ fulminantes Comeback
Der Schweizer Mundart-Sänger „Trauffer“ knüpft mit dem neuen Album „Glöögelä“ nahtlos an seine großen Erfolgsjahre an.
Von Hubert Trenkwalder
Bern – Er ist wieder da – in alter Frische, genau so, wie er 2018 die große Stadionbühne verlassen hat, und meldet sich mit seinem neuen Album „Glöggelä“ lautstark zurück: Die Rede ist von Marc Trauffer.
Während manche Musiker die lange Zwangspause genutzt haben, sich und ihre Musik neu zu erfinden, hat der selbsternannte „Alpentainer“ Trauffer sich alle Mühe gegeben, so zu bleiben, wie er ist. Bodenständig, echt und urig.
Was sonst? Der Berner Oberländer hat sich und seinen Musikstil längst gefunden und weiß, wo er hingehört. Vor ein Publikum, das Partystimmung liebt und beim Konzert nur eines möchte: den Abend durchfeiern, tanzen und den Alltag hinter sich lassen. Der Platin- (Alben „Büetzer Buebe“ und „Alpentainer“), Doppel-Platin- (Album „Schnupf, Schnaps + Edelwyss“) und sogar Triple-Platin-Künstler (Album „Heiterefahne“) hat insgesamt 33,8 Millionen Streams und 20,2 Millionen Views bei seinen Videoclips vorzuweisen.
Mit dem neuen Album „Glöggelä“ legt Trauffer nun 16 brandneue Songs nach, die geradezu nach guter Laune und Party schreien.
Bei den Eidgenossen genießt der Trauffer, der sozusagen nebenbei noch den elterlichen Holzspielwaren-Betrieb weiterführt, sowieso schon Kultstatus, außerhalb der Schweiz wird er kaum wahrgenommen, schlicht und ergreifend weil ihm auch die Zeit fehlt, mehr als ausgewählte Konzerte im Terminkalender unterzubringen.
„Während der Corona-Lockdown wütete, wuchs bei mir und meiner Band immer mehr die Sehnsucht nach etwas Leichtem – nach Stimmung und Unterhaltung“, erinnert sich Marc zurück an die Zeit im Jahr 2020. „Irgendwann drückte der Entertainer in mir durch, und ich begann mit meinem Team – natürlich auf Distanz, jeder für sich zuhause – an neuen Songs zu arbeiten. Wir hatten ja alle genügend Zeit.“
Als die erste Auswahl getroffen und der Lockdown vorbei war, verkroch sich Trauffer mit seinem Produzenten-Team in einem Chalet im Wallis. Zwei Wochen verbrachten sie in ihrem improvisierten Studio in La Tzoumaz und bastelten an diesem Album. „Wie immer entstanden die Songs und die Texte im Team. Meine ganze Band schrieb mit, wir gaben uns Melodien und Texte hin und her, spielten kreatives Pingpong und schafften so 16 Songs, von denen wir keinen einzigen streichen konnten und wollten.“
Auf seiner Heiterefahne-Tour verkaufte Trauffer 75.000 Tickets und legte auf seiner 2018er-Tour „Schnupf, Schnaps + Edelwyss“ nach: Über 100.000 Fans besuchten dort seine Konzerte. Jetzt steht er also ab 2023 wieder mit seiner Band auf den Bühnen der Schweiz. Und darauf freut er sich „wie ein kleines Kind“.
Hierzulande ist und bleibt Trauffer noch ein Geheimtipp – aber was für einer!
Weitere Infos: www.trauffermusic.ch