Opel Astra GS Line 1.2: Noch einmal verbrennend ad Astra
Im nächsten Jahr will Opel den Kompaktwagen mit einer rein elektrischen Variante offerieren – wir fuhren noch einen Benziner.
Innsbruck – Neue Plattform, frisches Design und innovative Antriebstechnik – so lässt sich die jüngste Generation des Opel Astra beschreiben, die im Frühjahr auf den Markt kam und sich dort allmählich ausbreitet (mitsamt Kombi-Derivat ST). Es ist der erste Astra, den Opel mit alternativen Antriebsarten anbieten kann und wird. Den Auftakt gemacht haben bereits Plug-in-Hybride, im nächsten Jahr, so ist es vorläufig noch vorgesehen, darf der Astra mit reinem Elektroantrieb die interessierte Kundschaft betören. Noch aber will die Stellantis-Tochter nicht alles auf eine (elektrifizierte) Karte setzen und lässt daher zusätzlich Modelle mit Verbrennungsaggregaten vom Band laufen.
Eines davon ist der Astra GS Line 1.2, der jüngst den Fuhrpark der TT zwei Wochen lang bereicherte. Der schön gezeichnete Kompakte trug unter der Motorhaube den im Stellantis-Konzern bewährten 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenzinmotor, der trotz überschaubarer Kubatur in der Lage ist, 130 PS zu leisten und ein Drehmomentmaximum von 230 Newtonmetern (ab 1750 Touren) zu entwickeln. Die Laufkultur des Aggregats verdient Respekt, die Leistungsentfaltung, moderiert von einer wachsamen Achtstufenautomatik, ebenso – der Verbrauch lag im Test bei 6,5 l/100 km. Zehn Sekunden benötigt der Astra für die Beschleunigung von null auf 100 km/h, punktet dabei mit einem einigermaßen komfortabel austarierten Fahrwerk, einer angenehmen Lenkung und einem sorgfältig arrangierten Interieur mit dem Fokus auf Digitalisierung. All das schlägt sich, nicht zuletzt wegen der gehobenen GS-Line-Ausstattung, im Preisgefüge nieder: Der Testwagen kostet 35.901,33 Euro. (hösch)