Gruppe „Letzte Generation"

Am Rollfeld festgeklebt: Klimaaktivisten protestieren auf Flughäfen in München und Berlin

Einige Aktivisten klebten sich auf dem Boden fest.
© Paul Zinken

Die Gruppe „Letzte Generation" blockierte am Donnerstag die Rollbahnen der beiden Flughäfen. Einige Aktivisten klebten sich auf dem Boden fest.

München – An den Flughäfen München und Berlin-Brandenburg haben Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation" am Donnerstagvormittag Rollbahnen blockiert. In München habe die Polizei die Aktion auf der Nordbahn nach rund einer Stunde beendet, erklärte ein Flughafen-Sprecher. Der Flugverkehr habe auf die Südbahn umgeleitet werden können, sodass es nicht zu Ausfällen und Verspätungen gekommen sei.

Die Polizei Oberbayern teilte über Twitter mit, die Versammlung am Flughafen München sei aufgelöst, die Aktivisten in Gewahrsam genommen worden. Keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb hatte nach Auskunft des Flughafens Berlin-Brandenburg auch die Blockade dort. An beiden Airports überwanden die Aktivisten Zäune, um auf das Gelände vorzudringen. Einige klebten sich auf dem Boden fest.

Die Aktivisten erklärten, sie stellten sich damit einem staatlich hochsubventionierten Mitverursacher der Klimakatastrophe direkt entgegen. „Was wir angesichts der drohenden Klimahölle brauchen, sind Handlungen und nicht nur leere Worte", sagte eine Sprecherin der „Letzten Generation".

Ende November hatte es eine erste Flughafen-Protestaktion am Berliner Flughafen gegeben. Der Flugverkehr musste rund eine Stunde unterbrochen werden. Dieses Mal habe die Bundespolizei schnell reagiert, erklärte eine Sprecherin. Nur zwei Personen schafften es ihr zufolge bis zum Rollfeld, sechs weitere konnten zurückgehalten werden. (APA, Reuters)

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