Gespräche mit Tigewosi

Thema im Gemeinderat: Diskussion um das Imster Postareal

Das Hotel Post soll revitalisiert werden. Unterschiedliche Meinungen gibt es zum Parkgelände (r.).
© Paschinger

Der Bauausschuss-Obmann betont gute Gespräche mit der Tigewosi. Die Grünen fordern einen Stadtpark.

Imst – Was wird aus dem Imster Postareal? Diese Frage wird seit einigen Jahren in der Imster Stadtpolitik diskutiert. Und Anfang 2023 wird sie auch wieder den Gemeinderat beschäftigen. Wobei alles offen scheint, spricht man mit den Fraktionen.

Seit 2019 ist bekannt, dass die Tigewosi das private Grundstück im Herzen von Imst gerne entwickeln möchte. Ein Architektenwettbewerb brachte ein Siegerprojekt für den unbebauten Gartenbereich hervor. Der alte Gemeinderat fasste schon im Vorjahr einen mehrheitlichen Beschluss für die Weiterentwicklung bei einigen Auflagen wie etwa Miet- und Eigentumswohnungen, Geschäfte oder auch der Revitalisierung des Altbaus.

Mittlerweile ist ein neuer Gemeinderat gewählt und der Obmann des Bauausschusses, Stefan Handle (IFI), hat mit der Tigewosi nachverhandelt. Es geht um drei Baukörper und 85 Wohnungen. Er verweist auf eine gute Gesprächsbasis mit der Tigewosi und eine Gemeinderatsbesprechung im Jänner.

Als Erste meldeten sich dazu die Imster Grünen zu Wort: Sie fordern, dass „das Postareal zum Stadtpark“ werden muss. Der grüne Gemeinderat Fatih Inel sitzt auch im Wohnungsausschuss und argumentiert mit fehlendem dringenden Wohnbedarf: „Neubau produziert Leerstände“, ist er überzeugt. Inel erhält Unterstützung aller seiner Listenkollegen. Die Stadt solle das „nötige Kapital in die Hand nehmen“, das 50-jährige Baurecht selbst erwerben und Imst „einen Naherholungsraum bieten“.

Auch Stadtrat Helmuth Gstrein (IFI) stellt sich klar gegen eine Verbauung des Areals. „Es gibt kein öffentliches Interesse an zusätzlichen Wohnungen.“ Außerdem habe er dem Grundsatzbeschluss seinerzeit nicht zugestimmt.

StR Richard Aichwalder argumentiert ähnlich. Anders als beim Decorona-Areal, das am Dienstag im Gemeinderat behandelt wird, handle es sich hier um eine unversiegelte Fläche. Er sehe keinen Nutzen für die Bevölkerung.

Das Projekt entspreche sicher nicht mehr jenem, als der Grundsatzbeschluss fiel, sagt BM Stefan Weirather. Er sieht Verbesserungen. Etwa dass einer der Baukörper vom Hotel abrückt. Daher glaubt er sehr wohl, dass das Projekt noch einmal behandelt wird.

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