Wechsel von Köln nach Innsbruck

Quarterback Strong soll Raiders stärker machen

Trägt ab 2023 das Trikot der Swarco Raiders: Quarterback Christian Strong.
© Ben-Cziesla

Innsbruck – Die Fußstapfen, die Sean Shelton in Innsbruck bei den Swarco Raiders hinterlassen hat, sind groß. Der Kanadier Christian Strong fühlt sich aber bereit, diese Aufgabe bei einem der besten Football-Vereine in Europa zu meistern. Raiders-Vorstandsmitglied Peter Schwazer erwartet einiges.

Option Mobilität: „Bei den Raiders haben wir ja eine gewisse Anforderung an unseren Quarterback, das Spielsystem zieht sich ja durch alle Nachwuchsmannschaften bis ganz nach oben“, erklärte Schwazer gestern: „Unser Spielmacher soll mobil sein – allerdings nur als Option und nicht dauernd. Dafür ist die ELF (European League of Football; Anm.) zu stark und die Verletzungsgefahr zu hoch.“

Dass man zugleich auch Wide Receiver Jarvis McClam von den Cologne Crocodiles loseiste, stellt keinen Zufall dar. Schwazer: „Die beiden haben in Köln zusammen gespielt und es wird keine Startschwierigkeiten geben. Sie werden funktionieren.“

Deutsche Bühne: Strong startete seine Karriere in Kanada, wechselte dann nach Florida. Vor drei Jahren ging es für den heute 27-Jährigen nach Deutschland. Zuerst nach Düsseldorf und zuletzt nach Köln (Cologne Crocodiles), wo er zum „Allstar“ der deutschen Liga gewählt wurde. Nun nennt Strong Innsbruck seine neue sportliche Heimat: „Ich fühle mich geehrt, die Gelegenheit und das Glück zu haben, der nächste Quarterback für die Raiders zu sein.“

In der Tiroler Landeshauptstadt setzt man aber nicht nur auf sein Können, sondern auch auf seine Qualitäten abseits des grünen Rasens. Das ist für Schwazer ebenso wichtig, schließlich soll „das Team für den wichtigsten Mann am Feld durchs Feuer gehen“.

Großer Markt: Für Schwazer hat sich durch die starke erste ELF-Saison (Halbfinale) auch der Markt vergrößert: „Wir sind in der europäischen Spitze angekommen. Das merkt man. Zugleich ist die Konkurrenz umso größer“, brachte es der Ex-Footballer auf den Punkt und kündigte an: „Ohne schon Druck aufzubauen, aber der ELF-Titel ist das Ziel. Aber das ist nichts Neues, bei den Raiders geht es immer um Titel.“

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