ICE Hockey League

Die Achterbahnfahrt offenbarte ein Happy End für die Haie

Nach seinem erlösenden Treffer in Graz kannte die Freude bei HCI-Routinier Martin Ulmer (vorne) keine Grenzen.
© gepa

Martin Ulmer schoss den ersatzgeschwächten HCI gestern nach einem spektakulären Spielverlauf zum 5:4-Sieg in Graz – in letzter Minute.

Graz – „Gibt‘s doch gar nicht.“ Der Stadionsprecher der Graz 99ers ließ nach dem späten 5:4-Siegestreffer des HCI den Song des deutschen Rappers „Der Wolf“ abspielen – und traf den Nagel in der ICE Hockey League auf den Kopf:

Gibt‘s doch gar nicht: Wegen zahlreicher Ausfälle (u.a. Teamspieler Lukas Bär/gestern 1:2-Niederlage mit dem ÖEHV-Team gegen Ungarn) wurde Ex-HCI-Spieler Luis Ludin vom Tiroler Zweitligisten EC Kitzbühel zurückbeordert – prompt traf der 21-Jährige zur Haie-Führung (10.).

Gibt‘s doch gar nicht: Nach einem Doppelpack von Leistungsträger Adam Helewka (10., 24.) und dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer – ausgerechnet durch Ex-Hai Andrew Yogan – nutzten Yogan (30.), Niklas Olausson (32.) und Michael Schiechl (33.) einen vierminütigen Haie-Aussetzer, um von einem 1:3-Rückstand auf eine 4:3-Führung zu stellen.

Gibt‘s doch gar nicht: Die Haie schlugen noch im spektakulären zweiten Drittel durch Corey Mackin (34.) zurück und bejubelten dank Vollstrecker Martin Ulmer in letzter Minute (59.) den Siegestreffer.

Gibts‘ doch gar nicht: Der den Personalproblemen trotzende HCI lacht weiter von der Tabellenspitze. (dale)

Junges ÖEHV-Team unterlag Ungarn im zweiten Testspiel 1:2

Das wegen des weiterlaufenden Ligabetriebes aus vielen jungen Spielern bestehende Eishockey-Nationalteam hat das zweite Testspiel gegen Ungarn in Kapfenberg knapp verloren. 24 Stunden nach dem 2:0-Erfolg unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Roger Bader am Freitag 1:2 (0:2,1:0,0:0).

Das ÖEHV-Team geriet im ersten Abschnitt nach wenig überzeugender Vorstellung gegen die ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetretenen Ungarn 0:2 in Rückstand. Drei Minuten vor Ende des Mittelabschnitts gelang Armin Preiser von den Vienna Capitals mit seinem ersten Länderspieltor der Anschlusstreffer, zum Ausgleich reichte es trotz einer Steigerung aber nicht mehr.

"Die Ungarn haben verdient gewonnen, da gibt es gar nichts zu diskutieren", gab sich Bader kritisch. Sein Team habe nach guter Anfangsphase viel zu kompliziert gespielt und und so den körperbetont auftretenden Gegner in die Partie gebracht. Überheblichkeit wegen des Sieges am Vortag sei aber keine zu bemerken gewesen. "Aber vermutlich haben sie es sich im Kopf leichter vorgestellt", so der Schweizer.

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