Vom Elsass nach Tirol: Wie der Christbaum nach Innsbruck kam
Weihnachten ohne einen geschmückten Baum – das kann sich hierzulande niemand vorstellen. Aber wie wurde aus der Tanne eigentlich ein Christbaum? Und woher kommt der Brauch? Eine kurze Geschichte des Christbaums:
Innsbruck – Das sanfte Licht der Kerzen spiegelt sich in glänzenden Kugeln. Der Schatten der Strohsterne malt mystische Muster an die Wände. Im balsamischen Halbdunkel schwebt der erdige Duft des Christbaums. Während leise Weihnachtslieder erklingen – oder mit voller Stimme selber gesungen wird –, wird die Welt draußen scheinbar ganz still. Es ist Weihnachten. Und so wie „Stille Nacht“ und die Krippe gehört der Christbaum für viele einfach dazu. Manche lieben ihn bunt und glitzernd, andere traditionell und schlichter. Liebevoll behängt wird er immer. Doch woher kommt eigentlich der Brauch, sich zu Weihnachten einen Nadelbaum ins Wohnzimmer zu stellen?
Dass sich die Menschen vor allem in der dunklen Jahreszeit immergrüne Pflanzen in ihre Wohnungen holten, gab es wohl schon vor Tausenden Jahren. In der Antike schmückten die Römer ihre Häuser zum Jahreswechsel mit Lorbeer, Misteln und Efeu. Grüne Zweige sollen zur Wintersonnwende aufgehängt worden sein, als Zeichen der Hoffnung auf den Sieg der Sonne über die Dunkelheit und den Winter. Das Immergrün ist da ein passendes Symbol. „Wann es den ersten Weihnachts- bzw. Christbaum gegeben hat, lässt sich nicht wirklich sagen. Da fehlt es an eindeutigen Quellen“, sagt Michael Span, Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums.