Der frühlingshafte Winter endet: Schnee und Kälte sind im Anmarsch
Die extrem warme Wetterphase seit Weihnachten geht langsam zu Ende. In der nächsten Woche deutet sich eine markante, sowie nachhaltige Abkühlung an. Die Schneefallgrenze sinkt bis in viele Täler herab.
Die erste Monatshälfte wird in Österreich um rund 6 Grad zu warm verlaufen, diese extrem warme Wetterphase begann ja bereits kurz vor Weihnachten. Nun deutet sich aber eine Umstellung der Großwetterlage an. Ab Montag weitet sich das Azorenhoch etwas nach Norden aus, damit dreht die Strömung im Alpenraum von West mehr auf Nord und kältere Luftmassen erreichen fortan auch wieder Mitteleuropa.
Nach aktuellem Stand dürfte die zweite Monatshälfte laut den Wetter-Experten von Ubimet etwas mehr der Jahreszeit entsprechend temperiert verlaufen und besonders in mittleren und höheren Lagen vermehrt winterlich.
Frühling im Winter
Seit dem 20.12.2022 und somit seit rund dreieinhalb Wochen befinden sich die Temperaturen nun schon auf einem völlig unwinterlichen Höhenflug. Jeder einzelne Tag seither fiel über Österreich gemittelt zu warm aus, teilweise wurden die Temperaturrekorde besonders rund um den Jahreswechsel regelrecht pulverisiert. Somit ist es wenig verwunderlich, dass die erste Monatshälfte des Jänners 2023 gegenüber dem Klimamittel von 1991-2020 um rund 6 Grad zu mild ausfallen wird. Ginge es in dieser oder einer nur leicht kühleren Tonart weiter, würde der heurige Jänner mit Abstand auf den wärmsten seit Messbeginn zusteuern. Noch hält das Jahr 2007 aber diesen Rekord inne, als am Ende des Jänners eine positive Abweichung von knapp 4 Grad in der Bilanz aufschien.
In den kommenden Tagen stellt sich die Wetterlage aber nachhaltig um, der Frühling im Winter verabschiedet sich und die Temperaturen kehren allmählich wieder auf ein passendes Niveau für den Hochwinter zurück.
🌍 Daten seit 1961
Mehr Grün als Weiß: Noch nie so wenig Schnee in den Weihnachtsferien wie heuer
Neuschnee vor allem im Osttirol
Das Wochenende an sich verläuft noch einmal ziemlich mild mit Höchstwerten bis zu 10 oder 11 Grad im Osten und Südosten. Eine erste Rückkehr zu Winterwetter bis in tiefe Lagen deutet sich in Österreich dann von Sonntag auf Montag an. Durch eine Kaltfront aus Nordwesten und ein Italientief aus Süden schneit es dann besonders in Osttirol und in Kärnten bis in die Täler bzw. Becken.
Bis Montagmittag erscheinen hier rund 10 bis 15 cm Neuschnee möglich, auch von Lienz bis Klagenfurt. Auf den Bergen bzw. in höheren Tälern kommen oft 20 bis 30 cm zusammen.
Viel Schnee erwartet
Gespannte Ruhe vor den angesagten Schneefällen in Osttirol
Neue Wetterwoche wechselhaft und kalt
Zwar ist es für Details laut den Meteorolgen noch etwas zu früh, eines lässt sich über das Wetter in der neuen Woche jedoch schon sagen: Der Auftakt in die zweite Jännerhälfte wird unter anhaltendem Tiefdruckeinfluss wechselhaft und kalt verlaufen. Besonders die Osthälfte dürfte die eine oder andere Ladung Neuschnee abbekommen.
Die Temperaturen gehen allmählich zurück, so werden am Montag und Dienstag nur noch -2 bis +7 Grad erreicht, ab der Wochenmitte stellt sich dann sogar verbreitet Dauerfrost ein. In den Nächten kündigt sich mäßiger bis strenger Frost ein, Tiefstwerte von rund -20 Grad in manchen Alpentälern inklusive.
Ganz normales Winterwetter also, der wärmste Jänner seit Messbeginn dürfte so noch abgewendet werden.
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