18 Monate Haft

Spuren im Paznaun überführten Einbrecher von selbst

Ein Kriminaltourist verübte im Herbst Einbrüche.
© APA/Bockwoldt

Im Herbst reiste ein Moldawier mit einem auffallend betagten Pkw nach Tirol. Leider war das Auto nicht auffällig genug. Innerhalb von zwölf Tagen ereigneten sich bis Ende September von Volders bis ins Paznaun nämlich nächtens fünf Einbrüche. Nahe Kappl klickten dann für den 37-Jährigen die Handschellen.

In einem Lokal mit aufgebrochener Türe lag dann eine Flasche aus der Schank verdächtig am Gang. Darauf zu finden: die DNA des Verhafteten. Dies ließ für die Polizei Rückschlüsse auf Einbrüche in letzter Zeit zu. Und siehe da: Auf einer Leiter, mit der im Paznaun in einen Betrieb eingestiegen worden war, fand sich dieselbe DNA.

Da in der gleichen Nacht auch in Nachbarfirmen eingebrochen wurde, bewertete es Richter Gerhard Melichar gestern am Landesgericht als zu großen Zufall, dass hier unabhängig voneinander noch andere Einbrecher am Werk gewesen wären. Auch war in Volders Bargeld in der Höhe von 2903 Euro entwendet worden. Der dazugehörige Losungsschein fand sich – im Pkw des Moldawiers.

18 Monate Haft, sechs davon unbedingt, ergingen rechtskräftig. Nach fünf Monaten U-Haft wurde der Mann noch gestern enthaftet. Von der Konfiskation des maroden Pkw wurde abgesehen: „Kostet mehr, als es bringt.“ (fell)

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