📱 Daten von mehr als 2200 Menschen

Persönliche Daten von Letzte-Generation-Aktivisten im Netz zugänglich

Unter den Daten waren demnach Telefonnummern, Mailadressen, Wohnorte, Angaben zu belegten Seminaren und Trainings der Letzten Generation, Auskünfte über die Bereitschaft, im Zuge des Protests ins Gefängnis zu gehen, sowie teilweise Details zur Lebenssituation und Ausschnitte aus persönlichen Mails.

Berlin – Persönliche Daten von Aktivisten und Personen im Umfeld der Klimaschutzbewegung Letzte Generation sollen einem Zeitungsbericht zufolge zeitweise im Internet abrufbar gewesen sein. Laut Welt am Sonntag fanden sich in mehreren Excel-Listen persönliche Daten von mehr als 2200 Menschen, die mit der Bewegung in Kontakt standen.

Die Listen seien über einen Cloud-Dienst „für jedermann zugänglich" gewesen, hieß es. Unter den Daten waren demnach Telefonnummern, Mailadressen, Wohnorte, Angaben zu belegten Seminaren und Trainings der Letzten Generation, Auskünfte über die Bereitschaft, im Zuge des Protests ins Gefängnis zu gehen, sowie teilweise Details zur Lebenssituation und Ausschnitte aus persönlichen Mails.

Die Letzte Generation räumte die Existenz der Daten auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur ein. „Es handelt sich um Daten aus dem Sommer und Herbst", sagte Sprecherin Carla Hinrichs am Samstag. „Die Daten waren über einen nicht öffentlichen Link zugänglich. Nur Menschen in internen Chatgruppen konnten auf ihn zugreifen."

Die Letzte Generation versuche „als möglichst offene Bewegung Menschen die Möglichkeit zu geben, sich dem Widerstand anzuschließen". Seit Beginn sei man eine schnell wachsende Gruppe. Wenn Journalistinnen und Journalisten „sich als Menschen ausgeben, die sich bei uns engagieren wollen, ist es für sie möglich, sich Zugang zu internen Chatgruppen zu verschaffen", sagte die Sprecherin. (dpa)

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