WM im Naturbahnrodeln

WM-Euphorie trifft im Naturbahnlager auf Olympia-Frust

Der Tiroler Thomas Kammerlander startet bei der WM in Deutschnofen als Titelverteidiger.
© ÖRV/Miriam Jennewein

Naturbahnrodler Thomas Kammerlander will bei der Weltmeisterschaft in Südtirol zum Karriere-Ausklang erneut Gold. Mit TT.com seid ihr bei allen Rennen am Wochenende live dabei!

Deutschnofen – Die österreichischen Naturbahnrodler hoffen am Wochenende bei der Weltmeisterschaft in Südtirol auf einen Medaillenregen. Wenn ab morgen in Deutschnofen um Edelmetall gefahren wird, gehören die ÖRV-Rodler um Titelverteidiger Thomas Kammerlander zu den Mitfavoriten. Die WM, die aufgrund der warmen Wetterverhältnisse in Vatra Dornei (ROM) nach Südtirol verlegt wurde, sowie das Weltcup-Finale in Umhausen (16. bis 19.2.) werden zu den abschließenden Auftritten von Tirols Aushängeschild Thomas Kammerlander. „Es wird schwierig, weil wir in der Höhle des Löwen antreten müssen“, sagt Kammerlander mit Blick auf die starke Konkurrenz aus Italien. „Als Titelverteidiger muss das Ziel sein, eine Medaille zu holen“, betont „Kammi“, der nach der Saison seine große Karriere (sieben WM-Medaillen, vier Gesamtweltcupsiege) beenden wird.

Nach einer Grippeerkrankung ist der 32-jährige Ötztaler wieder genesen. „Ich bin glücklicherweise wieder fit. Druck mach’ ich mir für die WM keinen. Es zählen nur die Medaillen. Also heißt die Devise einfach voller Angriff. Wenn’s aufgeht, gut. Wenn nicht, ist auch nicht viel passiert. Denn das Weltcup-Finale in Umhausen ist generell mein großes Saisonziel.“ Mit Florian Markt und Verena Fuchs sind zwei weitere Tiroler fix dabei. Fabian Achenrainer und Riccarda Ruetz (Knöchelbruch) verpassen hingegen die WM. Aus heimischer Sicht sind der Steirer Michael Scheikl und bei den Frauen Tina Unterberger die Mitfavoriten.

Am Samstag (9 Uhr/live TT.com) finden die ersten beiden Wertungsläufe statt, am Sonntag (9 Uhr/live TT.com) fallen die Entscheidungen. Den Abschluss bildet der Teambewerb. Da dem Naturbahnrodeln erneut der Olympia-Status für die Winterspiele 2026 verwehrt wurde, wird die WM auch in den kommenden Jahren der Saisonhöhepunkt bleiben. Das sorgt bei den Athleten für Unmut und Unverständnis. (TT)

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