Auto-Test

Kia Sportage: Extravagant außen, elegant innen

Mutig im Auftritt: Die Formensprache des Kia Sportage der fünften Generation ist progressiv.
© Höscheler

Mit außergewöhnlichem Design, einem aufgeräumten und gut verarbeiteten Innenraum sowie einem brauchbaren Infotainmentsystem versüßt der Kia Sportage den Alltag. Der Antrieb ist Nebensache.

Innsbruck – In Europa ist er das wichtigste Volumenmodell der Marke Kia: der Sportage. Im vergangenen Jahr hat er in 30 westeuropäischen Märkten 137.353 Pkw-Neuzulassungen auf sich verbuchen können und damit Platz 14 gesichert, dicht hinter dem Elektrofahrzeug Model Y (Tesla) und vor dem aufgebockten Kleinwagen Yaris Cross (Toyota). Gegenüber dem Jahr 2021 hatte der Sportage gar um 55 Prozent zugelegt. Woher kommt nun das starke Interesse an diesem Modell?

Ein wesentlicher Kauffaktor dürfte das Design sein. Die mutig gezeichnete Front mit dem breiten Kühlergrill, dem gepfeilten Tagfahrlicht und den deltoidförmigen Scheinwerferleuchten lädt das Auge zum Verweilen ein. Die unteren Lufteinlässe sind optisch stimmig arrangiert, die Radhäuser und die Seitenschweller fallen auf. Die untere Fensterlinie steigt hinten an und bewirkt somit einen Gegenpol zur abfallenden Dachlinie, die Schrägstellung der C-Säule verleiht dem Sportage zusätzlich einen dynamischen Charakterzug.

Das vielversprechende Äußere findet seine passende Ergänzung im Innenraum. Verarbeitung und ausgewählte Materialien sorgen für ein hohes Zufriedenheitsniveau, auch der Fokus auf Digitalisierung in Form von großzügig gebauten Digitalanzeigen hinter dem Lenkrad und auf der Mittelkonsole sind dem Wohlfühlfaktor zuträglich. Es bestärkt sich das Gefühl, dass wir es hier mit einem sehr modernen, ja futuristisch anmutenden Fahrzeug zu tun ab. Da fällt es ein wenig aus dem Rahmen, dass wir weder einen vollelektrischen Antrieb (gibt es nicht für den Sportage) noch eine Plug-in-Hybridtechnik (gibt es, Test folgt noch) vorfinden, sondern einen fast schon banal anmutenden Vierzylinder-Turbobenziner. Den zuständigen Ingenieuren würden wir aber ein Unrecht antun, denn der 180 PS starke 1,6-Liter-Turbobenziner agiert mit adäquater Laufkultur und einem Hauch von Sportlichkeit. So benötigt er lediglich neun Sekunden für die Beschleunigung von null auf 100 km/h. Davon ist jedoch wenig zu vernehmen, da der Sportage respektablerweise recht komfortabel abgestimmt ist. Das liegt wohl am eingebauten adaptiven Fahrwerk.

Serien- (GT-Line) und Sonderausstattung veredeln das Kompakt-SUV, das schlägt sich auch im Tarif nieder. Mit 53.590 Euro sind wir dabei, dafür gibt es Doppelkupplung und Allrad sowie eine Fülle von Annehmlichkeiten.

Die Technik

  • Motor: Vierzyliner-Turbobenziner
  • Hubraum: 1598 ccm
  • Drehmoment: 265 Nm bei 1500 U/min
  • Leistung: 132 kW/180 PS
  • L/B/H: 4515/1865/1650 mm
  • Gewicht: 1722/2210 kg
  • Kofferraumvolumen: 562–1751 l
  • Tankinhalt: 54 l
  • Höchstgeschwindigkeit: 189 km/h
  • 0–100 km/h: 9,0 Sekunden
  • Verbrauch: 8,5 l/100 Kilometer
  • Kraftübertragung: Allradtest
  • Preis: 53.590 Euro
  • CO²-Emission: 163 g/km

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