Analyse

Strompreis-Status nach Verbund-Urteil: Kompliziert

Beim Strompreis kann es ganz schön knifflig werden. Wer beispielsweise nachvollziehen will, auf welcher Grundlage die Wörgler Stadtwerke ihre Strompreise bilden, ist ohne einen Mathematik-Nerd an seiner Seite komplett aufgeschmissen. Zumindest darf die Matura nicht allzu lange her sein. Die Kurzversion: Da wird zunächst ein Langzeit-Indikator, ein Mittelfrist-Indikator, ein Spotpreis-Indikator angeführt, die sich an diverse Börsenpreise anlehnen und bei deren Berechnung man sich mit Potenzrechnen, Wurzelziehen und kubischen Mitteln auskennen sollte. Nach weiteren mathematischen Klimmzügen ähnlicher Natur ergibt sich ein Referenzwert, daraus ein Index und schließlich der Strompreis. Selbst Uni-Professor Alexander Schopper ist in dem ganzen Formel-Dschungel beinahe ausgestiegen, wie er unlängst bei der Präsentation seines Strompreis-Gutachtens schilderte. Gleichzeitig transparent dargelegt und dennoch undurchschaubar.

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