Insgesamt 69 Tote

Kinderleiche nach Flüchtlingsunglück in Italien im Meer gefunden

© APA/AFP/ALESSANDRO SERRANO

Die Zahl der Todesopfer nach dem Schiffbruch stieg auf insgesamt 69, darunter 15 Kinder.

Crotone – Die Opferbilanz des Bootsunglücks vor der süditalienischen Region Kalabrien hat sich weiter erhöht: Feuerwehrleute haben am Samstag die Leiche eines Kindes gefunden, das zu der Gruppe von Migranten gehörte, die am Sonntag vor der Stadt Crotone Schiffbruch erlitten hatte. Damit steigt die Zahl der Toten bei dem Unglück auf 69, darunter 15 Kinder.

Die Leiche des Kindes wurde im Meer von Freiwilligen gesichtet, die sich am Strand aufhielten, und dann von der Küstenwache und der Feuerwehr geborgen, wie die Behörden berichteten. Das überladene Fischerboot, das laut der Küstenwache rund 120 Personen aus dem Iran, Pakistan und Afghanistan an Bord hatte, konnte am Sonntag dem rauen Meer nicht standhalten, prallte wenige Meter vor der Küste gegen Felsen und zerbrach in zwei Teile. Die Trümmer seien bis zu 300 Meter vor der Küste verstreut gefunden worden, hieß es.

Vier mutmaßliche Schlepper wurden bisher festgenommen. Die italienische Staatsanwaltschaft untersucht den Vorfall inmitten einer Kontroverse darüber, ob die Küstenwache und die Polizei mehr hätten tun können, um die Tragödie zu verhindern. Die italienische Regierung der Rechtspolitikerin Giorgia Meloni hat die Küstenwache gegen Kritik der Oppositionsparteien verteidigt. (APA)

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