Männer in Navis geschnappt

17 Polizeiautos und Hubschrauber jagten flüchtigen Lenker im Wipptal

Auch ein Polizeihubschrauber war an der Suche bzw. Verfolgungsjagd beteiligt. (Symbolfoto)
© ZOOM.TIROL

Eine spektakuläre Verfolgungsjagd ging am Mittwoch im Wipptal über die Bühne. Ein Lenker entzog sich einer Polizeikontrolle und krachte bei der Flucht in ein Polizeiauto. Er fuhr weiter, nun verfolgt von 17 Polizeistreifen und einem Polizeihubschrauber.

Mühlbachl – Bereits am Mittwochnachmittag ist in Tirol eine spektakuläre Verfolgungsjagd über die Bühne gegangen. Die Polizei gab erst am Freitag Details dazu bekannt. Demnach waren 17 Polizeistreifen und ein Hubschrauber beteiligt, ehe der flüchtige Lenker gestoppt werden konnte.

Gegen 16.50 Uhr wollten Polizisten auf der Brennerstraße in Steinach am Brenner ein Auto kontrollieren und signalisierten das mit Blaulicht. Statt anzuhalten, drückte der Lenker das Gaspedal durch und brauste in Richtung Matrei davon – ohne sich um Verkehrsregeln zu kümmern, wie die Polizei in einer Aussendung berichtet. Zwei Polizeistreifen nahmen die Verfolgung in Richtung Norden auf. Dann bog der Lenker plötzlich nach links ab, wendete und kam den Polizeistreifen in Mühlbachl entgegen. Eine Polizeistreife versuchte, den Fluchtweg zu blockieren.

Der flüchtende Lenker kümmerte sich nicht darum, beschleunigte und krachte im rechten Winkel gegen den Polizeiwagen. Trotz erheblichen Schäden (an beiden Fahrzeugen) brauste der Mann weiter. Auf der Gemeindestraße Statz in Richtung Norden verloren die Beamten das Auto aus den Augen.

Nun fahndeten 17 Polizeistreifen und ein Polizeihubschrauber nach dem flüchtigen Lenker. Auch mehrere Hinweise aus der Bevölkerung trudelten ein. Gegen 17.45 Uhr wurden zwei Verdächtige in Navis ausgemacht. Es stellte sich heraus, dass die beiden die Insassen des flüchtigen Pkw waren. Einer von ihnen, ein 20-jähriger Österreicher, hatte den Wagen gelenkt. Ein Kroate (28) war als Beifahrer dabei. Die Beiden wurden festgenommen. Das Fluchtauto wurde im Bereich der Kerschbaumsiedlung auf einem verschneiten Forstweg in Richtung Mislalm entdeckt. Im Wald unweit des Fahrzeuges fanden die Beamten einen Rucksack mit mehreren Kennzeichen.

Nun wird weiter ermittelt. In einer ersten Befragung gab der 20-Jährige als Grund für die Flucht an, dass er keinen Führerschein besitze. Beide werden auf freiem Fuß angezeigt. (TT.com)

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