„Exzellenzcluster“ gefördert

135 Millionen für die Forschung in Österreich, Innsbrucker Uni mit führender Rolle

Experimentalphysiker Gregor Weihs und Rektorin Veronika Sexl freuen sich über die hochdotierten Forschungsförderungen.
© Uni Innsbruck

Wissenschafter der Innsbrucker Uni sind an drei von fünf Großprojekten beteiligt.

Innsbruck – 135 Millionen Euro fließen in den nächsten fünf Jahren in mehrere große österreichische Forschungsprojekte. Dabei spielt auch die Innsbrucker Universität eine führende Rolle. Der Innsbrucker Experimentalphysiker Gregor Weihs wird die Forschung im Bereich der Quantenwissenschaften koordinieren. Innsbrucker Historiker, Archäologen und Soziologen untersuchen die Entwicklung Eurasiens. Chemikerin Julia Kunze-Liebhäuser arbeitet an der Erforschung von Materialien für die Energiekonversion und Speicherung mit.

Die insgesamt 135 Millionen Euro werden vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF zur Verfügung gestellt: Mit der Rekordsumme werden so genannte „Exzellenzcluster“ gefördert. Gemeint sind damit Gemeinschaftsprojekte im Bereich der Grundlagenforschung, bei denen mehrere heimische Universitäten zusammenarbeiten. Die Erwartungen sind hoch. Wie die Innsbrucker Uni in einer Aussendung mitteilt, sollen langfristig Forschungsthemen auf internationalem Spitzenniveau in Österreich verankert werden. Ziel ist es, in diesen Bereichen eine international führende Rolle zu übernehmen. Am Montag gaben der FWF und das Bildungsministerium bekannt, welche Projekte und Themen in den Kreis der Exzellenzcluster aufgenommen werden. Bis zu 70 Millionen Euro werden in zwei Tranchen in den kommenden zehn Jahren pro Forschungsprojekt ausgeschüttet. Entsprechend groß war auch die Freude in Tirol. „Die Universität Innsbruck hat sich im hart umkämpften Wettbewerb um die neuen Exzellenzcluster hervorragend geschlagen“, betont Rektorin Veronika Sexl. „Unsere breite Beteiligung an den nun bewilligten Exzellenzclustern unterstreicht unsere führende Rolle als Forschungsuniversität in Österreich.“

Die Finanzierung erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel: 60 Prozent eines Exzellenzzentrums investiert der auf die Förderung von Grundlagenforschung spezialisierte FWF, weitere 40 Prozent kommen von den beteiligten Universitäten bzw. Forschungsstätten. Der FWF schüttet nun in der ersten Fünf-Jahres-Periode insgesamt 81 Mio. Euro an die über sechs Bundesländer verteilten Forschungsinstitutionen aus, an denen die Austro-Exzellenzcluster angesiedelt sind. Die Unis oder außeruniversitären Einrichtungen steuern ihrerseits rund 54 Mio. Euro bei, die restlichen 13 Millionen fließen aus EU-Wiederaufbaumitteln in die Projekte. (TT, APA)

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