Einblicke in 12 Tiroler Unternehmen: Die Werkstore öffnen sich wieder
Am 15. Juni geben renommierte Betriebe im Raum Hall/Innsbruck rare Einblicke – bei der sechsten Auflage des „Offenen Werkstors“.
Hall – Zwölf namhafte Betriebe aus dem Großraum Hall/Innsbruck, sechs professionell organisierte Bustouren, je zwei Führungen à 99 Minuten, rund 600 BesucherInnen: So lauten die Zutaten eines höchst erfolgreichen Rezepts. Beim „Offenen Werkstor Hall in Tirol“ gewähren Tiroler Unternehmen am 15. Juni schon zum sechsten Mal Einblicke hinter die Kulissen, die man sonst kaum bis nie erhält.
Davon, so der Grundgedanke seit 2016, sollen alle Seiten profitieren: zum einen natürlich die BesucherInnen, „die sonst meist nur im Vorbeifahren die geschlossenen Gebäudehüllen sehen“, wie es Michael Gsaller, Chef des Haller Stadtmarketings als Organisator des „Werkstors“, formuliert; andererseits die Betriebe selbst, die das Schaufenster nützen können, um ihre Leistungen zu präsentieren und potenzielle Arbeitnehmer zu begeistern. Viele der Unternehmen, die mittlerweile aktiv an die Organisatoren herantreten, seien „hidden champions“, die „ganz tolle Dinge machen, in ihrem Bereich teils sogar Weltmarktführer sind“ – was aber oftmals sogar den Menschen im selben Ort nicht bewusst ist.
Von den zwölf Betrieben (s. Infobox), die heuer am „Werks- tor“ teilnehmen, sind drei zum ersten Mal dabei:
Schüler, Lehrlinge und internationale Gäste seien bei Betriebsbesuchen „oft beeindruckt, was wir leisten“, meint Felix Blasy von der ARGE Baustahl Eisen Blasy-Neptun GmbH mit Hauptsitz in Innsbruck – nämlich mehr als „ein bissl Eisen biegen“. Vielmehr arbeite man mit Maschinen auf dem neuesten Stand.
Die zwölf Betriebe
Teilnehmer am 15. Juni: ARGE Baustahl Eisen Blasy-Neptun GmbH, Bäckerei Therese Mölk, Brennerbasistunnel, Felder Group, Friedrich Deutsch Metallwerk, Fröschl, Gebrüder Weiss, Gerätewerk Matrei, hollu Systemhygiene GmbH, Recheis Teigwaren, Tiroler Rohre, World-direct ebusiness solutions GmbH.
Infos zu den Betrieben: www.offeneswerkstor.at
„Wir mussten 75 Jahre alt werden, bis wir uns dazu durchgerungen haben, uns zu öffnen“, schmunzelt Rupert Sparber vom GWM Gerätewerk Matrei, „für uns ist das ein großer Schritt.“ Das Hightech-Unternehmen mit 200 Mitarbeitern produziert pro Jahr u. a. rund 160.000 Kochfelder für alle führenden Hersteller von Miele bis Fissler.
📽️ Video | Offenes Werkstor 2023
Wie man die Welt der Digitalisierung spannend darstellen kann, will die World-Direct eBusiness solutions GmbH beim Offenen Werkstor aufzeigen, betont Head of Marketing Mario Raunig. Das A1-Tochterunternehmen mit Zentrale in Sistrans entwickelt seit zwanzig Jahren Software und betreibt IT-Infrastruktur für Medizin, Energie, Immobilien, Banken, Telekommunikation und den öffentlichen Sektor.
Die Partner des „Werkstors“ – die Landesräte Astrid Mair und Mario Gerber als Vertreter des Landes, GF Michael Mairhofer von der Industriellenvereinigung Tirol, Franz Jirka als Repräsentant der Wirtschaftskammer (Spartenobmann Gewerbe und Handwerk) sowie Heike Kiesling vom Innsbruck Marketing – waren sich einig: In Zeiten von anhaltendem Facharbeiter- und generell Arbeitskräftemangel sei diese große Leistungsschau der regionalen Wirtschaft umso wichtiger.
BesucherInnen können sich ab sofort unter www.offeneswerkstor.at für die Touren bewerben (und dabei per Schulnotensystem Prioritäten) setzen. Anmeldeschluss ist der 7. Mai. Danach werden aus dem Pool rund 600 Personen ausgelost.