Tiroler Lamparter jagt in Lahti die magische Zahl 54
Am Wochenende schickt sich der 21-jährige Rumer an, als erst dritter ÖSV-Kombinierer die große Kristallkugel zu holen.
Lahti – Als ÖSV-Kombinierer Felix Gottwald in der Saison 2000/2001 als bisher letzter Österreicher den Gesamtweltcupsieg feierte, war Johannes Lamparter noch nicht einmal auf der Welt. Am Wochenende schickt sich der 21-jährige Rumer (geboren am 8. November 2001) an, als erst dritter ÖSV-Athlet nach Klaus Sulzenbacher (1987/88 und 1989/90) sowie Gottwald die große Kristallkugel zu holen. Aus zwei Bewerben am Samstag (12 Uhr) und Sonntag (10 Uhr) im finnischen Lahti fehlen ihm 54 Punkte, um sich erstmals den Gesamtweltcup zu holen.
Es lauert aber nicht nur Julian Schmid, sondern auch der nur sechs Zähler hinter dem Deutschen rangierende Norweger Jens Luraas Oftebro. Der Tiroler ordnet diese Auszeichnung höher als seine zwei WM-Titel 2021 ein. „Der Gesamtweltcup ist das Größte, was man erreichen kann! Da muss über eine ganze Saison alles zusammenpassen. Der beste Athlet über einen langen Zeitraum, das ist dann schon eine Bestätigung und als Athlet das Größte.“
Um das zu realisieren, befindet sich Lamparter schon seit Montag in Lahti, um Kraft zu tanken und die dort guten Bedingungen in der Loipe und auf der Schanze zu nutzen. 2019 und ’21 wurde er in Lahti Junioren-Weltmeister, im Vorjahr Weltcup-Dritter. „Es ist ein richtig cooler Ort, ein richtig cooles Stadion“, ließ Lamparter wissen. Darin will er nicht auf Taktik und die unbedingt nötigen Punkte gehen, sondern auf möglichst gute Ergebnisse.
Am Freitag (10 Uhr) steht zum Auftakt der Teamsprint an. Aus Tirol sind weiters Lukas Greiderer und Manuel Einkemmer beim Weltcupfinale dabei. Im Nationencup liegt man 117 Punkte hinter Deutschland. (ben, APA)
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