Meilenstein für den BBT

„Es wird gebaut, um zu vereinen“: Salvini gab sich am Brenner „handzahm“

Ein Glas auf den BBT: Matteo Salvini stieß mit Arbeitern und Gästen an.
© BBT SE

Tirol wurde „im Tunnel“ von Josef Geisler (VP) vertreten. Der Landeshauptmannstellvertreter sprach von einem besonderen Moment.

Brenner – Es war ein historischer Moment, als am Donnerstag die Tunnelbohrmaschine „Virginia“ die Staatsgrenze am Brenner erreicht hat. Vom Südtiroler Mauls aus grub sie die Haupttunnelröhre für den insgesamt 55 Kilometer langen Brennerbasistunnel unterirdisch bis zum Brenner. Den heutigen Festakt ließ sich selbst Italiens Verkehrsminister Matteo Salvini nicht entgehen, der zuletzt Österreich für zu wenig Tempo beim Baufortschritt auf der Nordtiroler Seite gerügt hat.

📽️ Video | Verkehrsminister Salvini besucht BBT-Baustelle

Wegen der Tiroler Transitpolitik übt er immer wieder scharfe Kritik und fordert ein EU-Verfahren gegen die Lkw-Fahrverbote in Tirol. Am Brenner gab er sich hingegen „handzahm“, hieß es. Bewusst, wie er sagte, schließlich sei er selbstverständlich für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. „Es wird gebaut, um zu vereinen“, sagte Salvini.

Tirols LH-Stellv. Josef Geisler, BBT Vorstand Österreich Martin Gradnitzer, BBT Vorstand Italien Gilberto Cardola, Italiens Infrastrukturminister Matteo Salvini Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher
© BBT SE

Er könne mit Stolz sagen, dass in Italien viele große Bauwerke im Entstehen seien und der Brenner-Basistunnel sei sicherlich eines der wichtigsten. „Dieser Tunnel, der zwei Länder verbinden wird, steht dafür, dass Italien und Österreich zu großen Infrastrukturen Ja sagen und mit Begeisterung in die Zukunft blicken.“

Am 1. April jährt sich zum 25. Mal der Abbau der Brennergrenze. Für Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher ein schöner Zufall, denn: „Der Brennerbasistunnel ist ein greifbares Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Europäischen Union, um Grenzen zu überwinden sowie Länder und Menschen zusammenzuführen.“

Dass von einem Milliardengrab geredet wird, ist nichts Neues. Aber das war auch schon bei der Unterinntalbahn die Rede.
Josef Geisler (Tiroler Landeshauptmannstellvertreter)

Tirol wurde „im Tunnel“ von Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (VP) vertreten, sowohl Landeshauptmann Anton Mattle (VP) als auch Verkehrslandesrat Rene Zumtobel (SPÖ) waren verhindert. Geisler sprach von einem besonderen Moment, „schließlich bin ich der längstdienendste Landespolitiker“.

Seit 1994 verfolgte er zuerst als Abgeordneter und später ab 2013 die Planungen für den größten Eisenbahntunnel der Welt. Er erlebte auch die zahlreichen Rückschläge mit. „Dass von einem Milliardengrab geredet wird , ist nichts Neues. Aber das war auch schon bei der Unterinntalbahn die Rede.“ Geisler ist zuversichtlich, dass der Basistunnel 2032 in Betrieb geht und es dann zu einer spürbaren Entlastung der Bevölkerung im Wipptal und zu einer Verlagerung des Schwerverkehrs kommen werde. (TT)

Mehr zum Thema:

undefined

Brückenschlag am Brenner

„Virginia“ stoppt in Südtirol: Längster Eisenbahntunnel erreicht den Brenner

undefined

Brückenschlag am Brenner

Meilenstein für den BBT: Länder und Leute verbinden

Verwandte Themen