Schwere Erdbeben in der Türkei

Österreich unterstützt türkische Erdbebenopfer mit sechs Mio. Euro

Bundesminister Totschnig in Adiyaman. Zahlreiche Häuser stürzten bei den Erdbeben in sich zusammen.
© BML/Hemerka

Das Geld kommt aus dem Sondertopf für internationale Nahrungsmittelhilfe. Landwirtschaftsminister Totschnig (ÖVP) besuchte die Erdbebenregion in der vergangenen Woche.

Wien, Gaziantep – Österreich unterstützt den Soforthilfefonds des Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) mit sechs Millionen Euro, um den Menschen in der türkischen Erdbebenregion zu helfen. Dafür seien Gelder aus dem Sondertopf für internationale Nahrungsmittelhilfe bereitgestellt worden, kündigte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) in einer Aussendung am Samstag an. Totschnig war am Dienstag in die Türkei gereist und hatte am Mittwoch die Erdbebenregion besucht.

"Es ist unbeschreiblich, welches Leid die Menschen in der Erdbebenregion durchmachen müssen. Über 9 Millionen Menschen - so viel wie in Österreich leben - sind von den Folgen dieses verheerenden Erdbebens betroffen", betonte Totschnig. Durch die Hilfe des WFP erhielten rund eine Million Menschen Hilfe, so der Landwirtschaftsminister. "Rund 900.000 werden täglich mit warmen Speisen versorgt und rund 100.000 Menschen, insbesondere Familien, werden mit Lebensmittelpaketen versorgt."

📽️ Video | Sechs Millionen Euro für die Erdbebenopfer:

Österreich unterstütze die Türkei auch beim Wiederaufbau und der Instandsetzung der landwirtschaftlichen Betriebe, so Totschnig weiter. So habe er sich mit dem türkischen Landwirtschaftsminister vor Ort auf einen verstärkten Austausch in den Bereichen Land-, Forst- und Wasserwirtschaft verständigt, erklärte der Landwirtschaftsminister.

Am 6. Februar hatten zwei Beben der Stärke 7,7 und 7,6 den Südosten der Türkei und Nordsyrien erschüttert. In der Folge starben mehr als 56.000 Menschen. Allein in der Türkei wurden mehr als 300.000 Gebäude zerstört sowie stark oder mittelstark beschädigt. Die in der Türkei betroffene Region ist bekannt unter dem Namen "fruchtbarer Halbmond". Von dort stammten fast 15 Prozent des landwirtschaftlichen Bruttoinlandsprodukts und 20 Prozent der türkischen Lebensmittelexporte. Genaue Zahlen über die Situation in Syrien sind kaum verfügbar. (APA)

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