Neuer Kandidat der Republikaner

Gegen Trump: Republikaner Hutchinson will ins Weiße Haus

Asa Hutchinson gab am Sonntag in einem TV-Interview seine Präsidentschaftsbewerbung bekannt.
© APA/AFP/LOGAN CYRUS

Hutchinson rief Trump (76) auf, sich angesichts der Anklage in New York aus dem Präsidentschaftsrennen zurückzuziehen.

Little Rock – Der US-Republikaner Asa Hutchinson bewirbt sich als Präsidentschaftskandidat seiner Partei für die nächste Wahl im November 2024. Der frühere Gouverneur des Bundesstaates Arkansas verkündete seine Präsidentschaftsbewerbung in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender ABC. Er biete eine Alternative zu Ex-Präsident Donald Trump, der vor mehreren Monaten angekündigt hatte, bei der kommenden Wahl noch mal anzutreten. „Ich denke, dass er nicht der nächste Anführer unseres Landes sein sollte“, sagte Hutchinson mit Blick auf Trump. „Ich bin überzeugt, dass die Menschen Führungspersönlichkeiten wollen, die das Beste in Amerika ansprechen und nicht nur unsere schlimmsten Instinkte.“

Der 72-Jährige war im Jänner nach acht Jahren als Gouverneur von Arkansas aus dem Amt geschieden – die Amtszeit ist begrenzt. Vorher hatte er unter anderem im Repräsentantenhaus gesessen. Hutchinson kündigte an, er werde seine Bewerbung später im April bei einem Auftritt in seiner Heimat Bentonville in Arkansas förmlich verkünden.

Anklage gegen Trump in New York

Hutchinson rief Trump (76) auf, sich angesichts der Anklage in New York aus dem Präsidentschaftsrennen zurückzuziehen. Der Rechtsstreit lenke ab und Trump sollte sich lieber darauf konzentrieren, anstatt seine Präsidentschaftsbewerbung weiterzuverfolgen, sagte Hutchinson. „Gleichzeitig wissen wir aber, dass er es nicht tun wird. Und es gibt keine verfassungsrechtliche Vorschrift, die ihn dazu zwingen würde.“

Trump muss sich als erster Ex-Präsident in der US-Geschichte in einem Strafverfahren verantworten. Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Manhattan hatte am Donnerstag eine Anklage gegen ihn verkündet. Es geht in dem Fall um Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin, die im Konflikt mit Regeln der Wahlkampffinanzierung stehen könnten.

Weitere mögliche Anwärter

Neben Trump und nun Hutchinson haben bei den Republikanern bislang noch die frühere amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley (51) und der Unternehmer Vivek Ramaswamy (37) ihren Hut in den Ring geworfen als Präsidentschaftsbewerber. Viele weitere dürften folgen. Als chancenreichster Anwärter neben Trump gilt Umfragen zufolge aktuell der Gouverneur von Florida, der 44-jährige Ron DeSantis. Es wird erwartet, dass auch er antreten wird. Weitere mögliche Anwärter sind unter anderem Trumps früherer Stellvertreter, Ex-US-Vizepräsident Mike Pence, und der ehemalige US-Außenminister Mike Pompeo. (APA/dpa)

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