Tückische Situation in Tirol
Lawinenexperten: „Der beste Report nützt nichts, wenn sich niemand an Warnungen hält“
In Sölden wurden am Sonntag drei tschechische Variantenfahrer von einem riesigen Schneebrett erfasst. Fachleute warnen deshalb vor allzu viel Leichtsinn im Gelände.
© Symbolfoto APA
In den kommenden Tagen bleibt die Lawinensituation in Tirol tückisch. Experten beklagen, dass viele Wintersportler den Lagebericht nur oberflächlich lesen und ihre Ausrüstung nicht beherrschen.
Innsbruck – Sie hatten einfach nur Glück. Drei Variantenfahrer wurden am Sonntag in Sölden von einem gewaltigen, 500 Meter langen Schneebrett mitgerissen. Die Tschechen wurden nur teilweise verschüttet, konnten sich selbst befreien und blieben, wie berichtet, unverletzt.
Dieses und weitere Ereignisse am Wochenende bereiten Fachleuten Kopfzerbrechen. Während der kommenden Tage bleibt die Lawinenlage tückisch, Wintersportler sollen sich genau informieren, bevor sie ins freie Gelände gehen, sagen Experten.