Tiroler Literatur-Stipendien für Isabella Krainer und Robert Prosser
Innsbruck – „Verschwinden in Lawinen“ (Verlag Jung und Jung), der neue Roman von Robert Prosser, ist gerade erschienen. Am Donnerstag hat ihn Prosser beim 21. Innsbrucker Prosafestival – es geht heute Abend zu Ende – vorgestellt. Aktuell schreibt und recherchiert der 1983 in Reith im Alpbachtal geborene Autor bereits an seinem nächsten Roman. Der soll „Die andere Stadt“ heißen und in einem früheren Geflüchtetenlager in Beirut spielen. Für die Arbeit daran wurde ihm nun eines der beiden alle zwei Jahre vom Land Tirol vergebenen Großen Literaturstipendien zuerkannt.
Das zweite geht an Isabella Krainer, 1974 in Kärnten geboren, lange Jahre in Tirol lebend und inzwischen in der Steiermark daheim. Krainer bekommt das Stipendium für die Arbeit an ihrem Lyrikzyklus „Heul doch!“. Darin – erklärt die Fachjury, Buchhändler Robert Renk, Germanistin Gabriele Wild und Literaturkritikerin Brigitte Schwens-Harrant – reagiert Krainer auf aktuelle gesellschaftliche Krisen wie Klimawandel, Pandemie, Existenzangst und Krieg. „Durch ihren genauen Blick übersetzt sie ihre politische und feministische Denkweise pointiert in Sprache“, heißt es weiter. Isabella Krainer veröffentlichte zuletzt die Gedichtsammlung „Vom Kaputtgehen“ im Innsbrucker Limbus-Verlag.
Die Großen Literaturstipendien des Landes sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert – und sollen es Autorinnen und Autoren „mit Verbindung zu Tirol“ ermöglichen, „sich auf ihre schriftstellerische Tätigkeit zu konzentrieren“. Offiziell verliehen werden sie im Herbst beim heurigen Fest der Kultur im Haus der Musik Innsbruck. (jole)