Debatte um Raumordnung

Weniger Widmungen, dafür mehr Kontrollen: Liste Fritz stellt Forderungen auf

Sint fordert mehr verpflichtende Kontrollen der Gemeinden.
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Innsbruck – Die vom zuständigen Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (ÖVP) vorgelegte Raumordnungsnovelle mit Widmungsschranken für Chaletdörfer (Halbpensionspflicht) und einem Verbot von Freizeitwohnsitzen in 142 Gemeinden dürfte die Landespolitik in den nächsten Monaten sehr beschäftigen. Es hagelt nämlich massive Kritik. „Die schwarz-rote Landesregierung muss die Gemeinden endlich verpflichten, unsinnige Widmungen sein zu lassen, die bestehenden Werkzeuge im Raumordnungsgesetz anzuwenden und die Kontrollen ernsthaft durchzuführen“, fordert etwa der Klubchef der Liste Fritz, Markus Sint.

Für ihn sind es die Gemeinden, die diese „Unsinnigkeiten“ widmen, und die Landesregierung, die sie aufsichtsbehördlich genehmige – vom Arlberg über Jerzens, von Telfs/Mösern bis nach Fieberbrunn. „Die Landesregierung muss endlich das klare politische Signal an Investoren und Gemeinden senden, dass diese Spekulationsobjekte nicht mehr gewollt sind“, verlangt Sint.

Was die Halbpensionspflicht betrifft, hat sich zuletzt auch Tourismusexperte Thomas Reisenzahn sehr skeptisch gezeigt. (pn, mas)