Nachfrage nach Fleischersatz steigt: „Das sind Trend-Produkte“
Innsbruck – Lebensmittelpreise sind immer auch politischer Zündstoff. So erregte ein Bericht der Bürgerbewegung oekoreich viel Aufsehen. Die Plattform hatte in einem Preisvergleich festgestellt, dass Fleischersatzprodukte zum Teil massiv teurer waren als das Original.
Für Stefan Mair, WK-Obmann des Tiroler Lebensmittelhandels, ist das aber normal. „Zum einen sind das Trend-Produkte und zum anderen sind die Mengen, die verkauft werden, immer noch relativ gering“, so Mair. Für den Handel seien diese Produkte aber durchaus „spannend“, weil die Nachfrage immer mehr steige. Und das werde aus seiner Sicht auch so bleiben. Dass vegane Lebensmittel besonders kaufkräftige Kunden anziehen und der Handel deshalb höhere Margen draufschlage, stimme so aber nicht. Bei der Preisgestaltung hänge der Lebensmittelhandel an der Industrie.
Laut Daten von Nielsen, einem weltweit agierenden Marktforschungsunternehmen, beläuft sich der Umsatz von pflanzlichen Nahrungsmitteln in Österreich auf knapp 100 Mio. Euro. Bei den Pro-Kopf-Ausgaben für vegane Lebensmittel belegt Österreich im Europa-Vergleich den achten Platz hinter Ländern wie Belgien oder Deutschland. (hu)
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