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Leistbares Wohnen als Herausforderung

Der Weg zum leistbaren Wohnraum wird steiniger – die Landesinnung sieht ihn aber nicht völlig verbaut.
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Tiroler Landesinnung mit Fünf-Punkte-Plan zur Kostensenkung.

Es ist eines der zentralen Themen für Tiroler im Jahr 2023: Leistbares Wohnen. Die Liste der bremsenden Wirkungen bei der Schaffung von neuem Wohnraum ist lang. „Neben der angespannten wirtschaftlichen Großwetterlage haben Banken ihre Kreditvergaberichtlinien verschärft. Jetzt muss man 20 % Eigenmittel mitbringen, das können viele Bauherren nicht stemmen“, kennt Landesinnungsmeister und Vizepräsident der Tiroler Wirtschaftskammer DI Anton Rieder die Probleme bei der Finanzierung nur zu gut. Eine weitere Bremse sei zudem, dass die monatlichen Kreditraten von Kreditnehmern 40 % des Haushalts-Nettoeinkommens nicht überschreiten dürfen.

„Neben massiver Teuerung, Materialengpässen und Fachkräftemangel bereiten auch strengere Kreditrichtlinien sowie eine sinkende Auftragslage der Baubranche Schwierigkeiten. Wir als Landesinnung Bau Tirol schlagen Möglichkeiten vor, mit denen Kosten eingespart werden können.“ - Anton Rieder, Landesinnungsmeister
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Anton Rieder glaubt, dass ohne substanziellen Eingriff keine günstigeren Baukosten zu erwarten seien und legt daher eine Reihe von Praxislösungen auf den Tisch. Eine davon, die „digitale Baueinreichung”, wird nach jahrelangen Bestreungen seitens der Landesinnung nun mit 1. Jänner 2024 in Tirol auf Schiene gebracht. Die Vorteile liegen auf der Hand: vom Entwurf bis zum Bescheid können alle einzureichenden Unterlagen ganz einfach elektronisch versendet werden – das verringert einerseits die Vorlaufzeiten für Wohnbauten und spart zudem einiges an Kosten.

Auch „innere Werte” zählen

Als weitere Maßnahme stellt Rieder die Überlegung in den Raum, ob 20–30 % der Baukosten für die unterirdische Aufbewahrung von Autos verschwendet werden sollten. Hier würden große Summen einfach „vergraben“. Der Landesinnungsmeister regt weiters an, Gebäude künftig „nicht nur von außen zu denken“. Der Schlüssel seien effiziente Grundrisse, schlanke Konstruktionen, standardisierte Details oder übereinanderliegende Modulbäder. „Es muss möglich sein, systematisiert zu bauen und gleichzeitig eine qualitätsvolle Architektur zu gewährleisten”, so der Landesinnungsmeister. Auch mit höherer Baudichte könne eine deutliche Kosteneffizienz erreicht werden.

Ein letzter Wink Rieders geht in Richtung Einsparungspotenzial bei Bauvorschriften. Bauunternehmen waren in den vergangenen Jahrzehnten mit stetig steigenden Vorgaben konfrontiert. „Es gibt viele sinnvolle Gesetze und Bestimmungen, aber oftmals wird über das Ziel hinausgeschossen“, so Rieder.