Zeitzeugen für die Geschichte des „Café Schindler“ gesucht
Innsbruck – Bei ihrem Besuch in Innsbruck vor einem Jahr war der Andrang groß. Am Freitag kommt Meriel Schindler aus London zurück in die Stadt am Inn, aus der ihr Vater Kurt 1938, mit 13 Jahren, vor den Nazis nach England fliehen musste. Meriel wird im Café „Das Schindler“ aus ihrem biografischen Buch vorlesen, in dem sie ihre Familienchronik aufarbeitet. Geboren 1964 in London, übersiedelte sie als Teenager nach Tirol und ging später zurück auf die Insel, wo sie heute als Juristin arbeitet.
Familie Schindler war eine angesehene jüdische Familie im Innsbruck der Zwischenkriegszeit. Meriels Vorfahren gründeten in den 1920er-Jahren u. a. das legendäre „Café Schindler“ in der Maria-Theresien-Straße, den Vorgänger des heutigen Lokals „Das Schindler“. In der Pogromnacht 1938 kam es zu schweren Übergriffen der Nazis auf die Familie.
Meriel Schindlers Familiensaga wurde unter dem Titel „Café Schindler“ zum Bestseller. Das Tiroler Landestheater greift unter der neuen Intendantin Irene Girkinger die packende biografische Schilderung auf. Im April 2024 kommt die Bühnenfassung des Buchs als Uraufführung ins Große Haus.
Das Theater sucht für diese Produktion ZeitzeugInnen, Dokumente und Erinnerungsstücke mit Bezug zum „Café Schindler“ von damals (Kontakt: cafeschindler@landestheater.at).
Meriel Schindler liest im „Das Schindler“
Maria-Theresien-Straße 31. Freitag, 16.6., um 9.30 Uhr. Eintritt frei. Zählkarten erforderlich (erhältlich an der Kassa des Landestheaters im Haus der Musik).