Tag 5 der Proteste

Letzter Tag der Klimablockade-Woche: Demo zog zum Landhaus

Protestmarsch durch die Maria-Theresien-Straße.
© Liebl Daniel

Am letzten Tag der Klimablockade-Woche fand ein Protestmarsch von AktivistInnen der „Letzten Generation" durch Innsbruck statt. Der Demozug führte von der Bachlechnerstraße über den Südring bis zum Landhaus, wo gerade eine Veranstaltung zum Thema Klimaschutz stattfand.

Innsbruck – Ein Protestmarsch über den Südring in die Innsbrucker Innenstadt war die Aktion am fünften und letzten Tag der Klimablockade-Woche der „Letzten Generation“. Laut Polizei machten sich gegen 7 Uhr rund 60 TeilnehmerInnen langsam von der Bachlechnerstraße in Richtung Innrain auf. Die Polizei begleitete die Demonstration, auch ein Polizeihubschrauber kreiste im Zusammenhang mit der Demo über Innsbruck.

Gegen 8.40 Uhr passierte der Demozug die Ottoburg. Die Polizei sperrte Kreuzungsabschnitte vor Ort kurzzeitig ab, um den Verkehr möglichst flüssig zu halten. Laut Exekutive staute es sich im Stadtzentrum ein wenig, gröbere Staus wurden jedoch nicht gemeldet.

Lauter Protest vor dem Landhaus 1.
© Letzte Generation

Die Route führte weiter Richtung Innenhof des Landhaus 1, wo das StreetNoise Orchestra lautstark auf die Anliegen der Teilnehmenden aufmerksam machte. Im Landhaus fand gerade eine Veranstaltung zum Thema Klimaschutz statt. Vier AktivistInnen setzten sich von der Demo ab und wohnten der Veranstaltung bei. Laut Polizeisprecher Bernhard Gruber waren sie für die Veranstaltung akkreditiert, es handelte es sich demnach nicht um eine Störaktion. Der Demozug zog weiter zum Bozner Platz, wo der Protest gegen 10 Uhr endete.

Im Landhaus fand das 17. Klima-Netzwerktreffen statt. Vier AktivistInnen waren laut Polizei für die Veranstaltung akkreditiert.
© Liebl Daniel

„Ich bin Chemiker und habe mich nach anfänglichem Zögern der Letzten Generation angeschlossen“, sagt Demo-Teilnehmer Helmuth. „Ich verstehe, auf welcher Grundlage die Wissenschaften immer lauter warnen. Brave Demos haben das Thema mitten in unsere Gesellschaft hineingetragen und jetzt ist der nächste Schritt notwendig: Laut Alarm zu schlagen und den Warnungen der Wissenschaften Gehör zu verschaffen", erklärt der 54-Jährige seine Motivation, sich den AktivistInnen anzuschließen.

Tägliche Aktionen

In dieser Woche fanden täglich Protestaktionen im Frühverkehr statt. Nach der Kreuzung im Bereich der Haller Straße, dem Stadtteil Hötting, traf es am Mittwoch erneut den Stadtwesten (Völser Straße, Kranebitter Allee und Karl-Innerebner-Straße). Am Donnerstag gab es Protestaktionen in der Innenstadt und auf der Brennerautobahn. Wegen Letzterer droht den AktivistInnen nun gar ein Strafprozess. (TT.com)

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