Nach zwei Achterbahnfahrten bei der Heim-EM gestrandet
Knapper geht’s nicht: Ermacora/Waller schieden mit zwei 1:2-Niederlagen in Wien aus. Hörl/Horst schafften es indes direkt ins Achtelfinale.
Wien – „Entschuldigung!“ Martin Ermacora stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Weitere Worte an die kurz zuvor noch begeisterten Zuschauer in der vollbesetzten Arena auf der Donauinsel bei der A1-CEV-Europameisterschaft fielen schwer. Denkbar knapp hatten sich der Tiroler und Philipp Waller (Stmk.) am Donnerstag den französischen Aye-Brüdern geschlagen geben müssen: Nach dem 17:21 drehten „WE“ mit 21:19 um, ehe sie dann im dritten Satz 9:15 verloren. „Es ist hart. Es war eine Achterbahnfahrt, phasenweise so gut und dann haben wir wieder hergeschenkt. Es tut so weh“, analysierte der 29-Jährige enttäuscht. Schon am Vormittag waren die beiden im ersten Gruppenspiel Basserau/Gauthier-Rat, ebenfalls Franzosen, mit 1:2 (-18, 19, -11) unterlegen. Die EM ist für die zwei nun vorbei. Ermacora, 2019 EM-Dritter: „So eine Stimmung wie hier treibt mich täglich im Training an. Ich liebe es, hier zu spielen. Umso härter, dass es jetzt nach dem ersten Tag schon vorbei ist.“
Julian Hörl/Alex Horst schafften hingegen den direkten Aufstieg ins Achtelfinale (ORF Sport+ überträgt am Freitag ab 11 Uhr live) mit zwei 2:1-Erfolgen – über die Kollegen Laurenz Leitner/Paul Pascariuc (21:18, 19:21, 15:11) und die Spanier Pablo Herrera/Adrian Gavira (13:21, 21:15 und 15:13). Robin Seidl/Moritz Pristauz müssen indes in die Zwischenrunde, hatten aber mit einem 2:1-Sieg über die Polen Rudol/Losiak schon aufgezeigt.
Für die weiteren ÖVV-Teams ist die Heim-EM wie für Ermacora/Waller vorbei: Mathias Seiser/Christoph Dressler schrammten an einer Überraschung knapp vorbei (1:2 gegen die Titelverteidiger Ahman/Jonatan Hellvig, SWE) und verloren auch gegen die Esten Kusti Nolvak/Mart Tiisaar mit 1:2. Einzig die U20-Europameister Timo Hammarberg/Tim Berger mussten sich auf der Donauinsel doch deutlich mit zwei 0:2-Niederlagen geschlagen geben.
Zum Auftakt des Tages auf dem Center Court hatten die Klinger-Schwestern als letztes verbliebenes ÖVV-Frauen-Duo gegen die Titelverteidigerinnen Tina Graudina/Anastasija Samoilova aus Lettland mit 0:2 (-18,-9) das Nachsehen. Danach flossen die Tränen. So gilt es die nächsten Ziele ins Auge zu fassen: die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Oktober in Mexiko. (sab)
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