Leichte Entspannung

Warnstufe „Gelb“ für Teile Tirols: Wetterlage entspannt sich leicht, Thierseestraße wieder frei

Die Regenmengen in Teilen Tirols fielen dann doch etwas geringer aus, als befürchtet. Doch nicht überall konnte die Warnstufe gesenkt werden.
© Thomas Böhm

Der Sommer macht derzeit nicht nur Pause, die nächsten Tage werden richtig kühl und vor allem nass. Am Samstagnachmittag gab es von Land und GeoSphere Austria leichte Entwarnung für Teile Tirols. Doch für Teile des Außerferns und die Großache-Region in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein blieb die Warnstufe „Orange“ aufrecht.

Innsbruck ‒ Während die Einsatzkräfte am Freitag und Samstag vor allem in Kärnten und der Steiermark noch mit den Unwetterfolgen zu kämpfen haben, gab es für Tirol am Samstagnachmittag leichte Entwarnung. Die Niederschlagssummen fielen bisher geringer aus als erwartet. Dementsprechend stufte die GeoSphere Teile der Tiroler Nordstaugebiete von der Warnstufe „Orange“ (Stufe 3 von 4) auf die Warnstufe „Gelb“ (Stufe 2 von 4) zurück. Das teilte das Land in einer Aussendung mit. Für Teile des nordwestlichen Außerferns und in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel – der Großache-Region – bleibt die Warnstufe „Orange“ aber aufrecht.

Nach dem Hangrutsch war die L37 am Samstag gesperrt, Thiersee war nur über Deutschland erreichbar.
© ZOOM.TIROL

Thierseestraße wieder befahrbar

Am Samstagvormittag kam es dann im Bezirk Kufstein zu einem ersten Murenabgang: Die Thierseestraße (L37) musste gegen 10.15 Uhr für den ganzen Verkehr gesperrt werden. Der Hangrutsch ereignete sich bei Straßenkilometer 2,2 auf Höhe des Längsees. Die Gemeinde Thiersee warbis zum Nachmittag nur über Deutschland erreichbar.

Nach der Begutachtung durch die Landesgeologie begannen umgehend die Aufräumarbeiten. Der vom Erdrutsch betroffene Straßenabschnitt wurde mittels Betonwänden abgesichert. Ab dem späten Nachmittag war die L37 wieder einspurig befahrbar. Eine Ampelregelung wurde eingerichtet. Wie das Land mitteilte, wird der Abschnitt weiter beobachtet.

Entspannung der Hochwassersituation

Vorsicht ist trotz der Entspannung weiter geboten, zumal vor allem im Außerfern und im Bereich Arlberg aufgrund größerer gemessener Niederschlagssummen eine höhere Vorbelastung zu verzeichnen ist.

Laut Hydrografischem Dienst des Landes ist durch die geringeren Niederschläge eine Entspannung der Hochwassersituation gegeben.

„Wir behalten die Situation weiterhin genauestens im Auge und sind in stetigem Austausch mit der GeoSphere Austria. Auch wenn es nun teilweise Entwarnung gibt, gilt weiterhin der Appell, sich entsprechend zu informieren und sich im Falle von Starkregen oder hohen Pegelständen von Gewässern fernzuhalten“, sagt Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement.

Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung bei Hochwasser

  • Informieren Sie sich über die Hochwasserlage (Land Tirol)
  • Beachten Sie die Anweisungen der Behörden.
  • Behindern Sie nicht die Sicherheitskräfte.
  • Halten Sie sich von Flussufern fern.
  • Benützen Sie keine Uferbegleitwege.
  • Halten Sie sich nicht lange auf Brücken auf, hoher Wellenschlag und Treibholz erhöhen die Gefahr