„Straffes Programm“

Besuchen, begegnen und beten: Diözese Innsbruck beim Weltjugendtag in Lissabon

Die Diözese Innsbruck ist mit einer eigenen Delegation beim Weltjugendtag in Lissabon vertreten.
© Diözese Innsbruck

Derzeit findet in Lissabon der Weltjugendtag statt. Auch Pilger aus Tirol sind dabei.

Innsbruck, Lissabon – Unterwegs sind die Pilger aus Tirol bereits seit einer Woche. Erst ein paar Tage Porto erkunden, dann im Bus über den Wallfahrtsort Fatima nach Lissabon. In der portugiesischen Hauptstadt findet diese Woche der römisch-katholische Weltjugendtag statt, der morgen mit einem Abschlussgottesdienst mit Papst Franziskus beendet wird. „Urlaub ist das keiner, es gibt ein straffes Programm“, sagt Johanna Fehr. Die Jugend-Referentin der Diözese Innsbruck begleitet eine 48-köpfige Gruppe vorwiegend 14- bis 25-Jähriger. „Katechesen werden abgehalten, Glaubensinhalte vermittelt, Messen gefeiert“, berichtet sie. „Obwohl das alles sehr anstrengt, haben wir eine ungetrübt positive Stimmung.“

Ebenfalls angereist ist der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler. „Junge Menschen brauchen die Erfahrung, dass sie mit ihrem Glauben an Christus und ihrer Sehnsucht nach einer gerechteren Welt nicht allein sind“, sagt er. Glettler sieht die Veranstaltung nicht nur als große spirituelle Party, sondern will dort auch lernen, wie Jugendliche und junge Erwachsene Gott anrufen und feiern. So soll die Kirche künftig besser Kontakt mit ihnen knüpfen können. Der Bischof will eine „starke, ermutigende Stimmung“ gespürt haben, die internationale Verbundenheit. Er zeigt sich zuversichtlich, dass viele „das Feuer des Glaubens zu Christus neu entdecken“. Auch Tiroler Mitglieder der Fokolar-Bewegung, der Gemeinschaften Loretto und Emmanuel befinden sich aktuell in Portugal.

Einander besuchen, begegnen und beten – für viele der geschätzt rund eine Million Pilger aus aller Welt sind das die wichtigsten Vorhaben in Lissabon. „Wer will, kann den ganzen Tag unterwegs sein und von einem Happening ins nächste stolpern“, sagt Jugend-Referentin Johanna Fehr. Für viele der Tiroler Pilger, von denen einige auch kirchenfern seien, sei es der erste Weltjugendtag. „Und die meisten haben auch zum ersten Mal den Papst gesehen. Es ist etwas Besonderes, vor ihm zu stehen oder zumindest am selben Ort wie er zu sein. Davor haben Sicherheitsleute sie umfassend kontrolliert, wer nicht reingelassen wurde, hat alles über den Live-Stream verfolgt.“ Fehr erzählt, dass sie und ihre Gruppe auch die Zeit genutzt haben, um die Städte und portugiesischen Gepflogenheiten zu erkunden. „Wir sehen viel, sammeln viele Eindrücke, lachen und haben es lustig.“