Mit Klappmesser und Glasflasche: Innsbrucker Polizei ermittelt nach zwei Bluttaten
Zwei Streitereien in Innsbruck endeten in der vergangenen Woche blutig. Nun wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Beide Verdächtigen sitzen in der Justizanstalt Innsbruck ein.
Innsbruck – Seit Montag ermittelt das Landeskriminalamt Tirol in zwei Fällen wegen Verdachts des versuchten Mordes. Beide Gewaltdelikte ereigneten sich vergangene Woche in Innsbruck – eine am Mittwoch und eine in der Nacht auf Sonntag. Die Tatverdächtigen, 24 und 25 Jahre alt, sitzen in der Justizanstalt Innsbruck in U-Haft.
Die erste Tat hatte sich am Mittwoch in einer Innsbrucker Wohnung am Schusterweg zugetragen, berichtet die Polizei. Eine zunächst verbale Auseinandersetzung zwischen einen 24-jährigen Marokkaner und einem 25-jährigen Somalier endete in einem Messerangriff. Der Marokkaner versuchte mit einem Klappmesser seinen Kontrahenten an Hals und Kopf zu verletzen. Die Klinge war etwa zehn Zentimeter lang.
Zeugen des Streits verständigten schließlich die Polizei, die den Marokkaner festnahm. Über das genaue Motiv liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, da sich der 24-Jährige bislang nicht zum Tatgeschehen äußerte.
Das LKA Tirol indes nahm Ermittlungen wegen Verdachts des versuchten Mordes auf. Der Mann wurde per Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.
Mit Glasflasche an Hals und Kinn verletzt
Über das zweite Gewaltdelikt wurde die Innsbrucker Polizei in der Nacht auf Sonntag gegen 3.50 Uhr informiert. Ein 25-jähriger somalischer Staatsbürger und ein 44-jähriger Österreicher dürften vor einem Lokal in der Ing.-Etzel-Straße in einen Streit geraten sein. Dieser spitzte sich zu, als der 25-Jährige zu einer abgebrochenen Glasflasche griff und dem 44-Jährigen schwere Schnittverletzungen im Hals- und Kinnbereich zufügte. Nach der Tat flüchtete der Mann, während Augenzeugen die Rettungskette in Gang setzten.
Der Verletzte wurde von der Rettung in die Klinik Innsbruck gebracht, wo er nach wie vor in Behandlung ist. Laut Polizei befindet sich der Mann nicht mehr in Lebensgefahr und auf dem Weg der Besserung.
Der Somalier, dessen Identität die Beamten erst im Zuge der Fahndung und weiteren Erhebungen klären konnten, wurde kurz nach der Tat festgenommen. Aufgrund des Fahndungsdruckes stellte er sich freiwillig bei der Polizeiinspektion Flughafen.
In den Befragungen machte der 25-Jährige bislang keine Angaben über die Tat, das konkrete Motiv ist auch in diesem Fall noch Gegenstand von Ermittlungen. Der Mann sitzt in der Justizanstalt Innsbruck ein, auch in diesem Fall wird wegen versuchten Mordes ermittelt. (TT.com)